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Hudson-Notlandung Zehn Jahre sind seit der Heldentat von Chesley B. Sullenberger vergangen / 2015 verfilmt

Das Wunder von Manhattan

Beide Turbinen eines Passagierflugzeuges fallen aus. Die Entfernung zu den umliegenden Flughäfen ist zu weit. Also landet der Airbus auf dem Hudson-River. Alle 155 Personen an Bord überleben. Morgen jährt sich das „Wunder vom Hudson“ zum zehnten Mal.

Am 15. Januar 2009 startet der US-Airways-Flug 1549 vom New Yorker Flughafen LaGuardia. Bereits nach etwa drei Minuten Flugzeit geschieht das Unglück: Ein Schwarm Wildgänse wird in die Turbinen gesogen, so dass die Triebwerke sofort ausfallen. Das Passagierflugzeug, das auf dem kurzen Flug erst 975 Meter Höhe gewinnen konnte, befindet sich im Gleitflug – und das über einem der am dichtesten besiedelten Gebiete der Vereinigten Staaten von Amerika: Manhatten.

Obwohl die Piloten Chesley B. Sullenberger und Jeffrey B. Skiles sofort reagieren, können sie aufgrund der niedrigen Flughöhe keinen der umliegenden Flughäfen erreichen. „Wir schaffen es nicht. Wir werden im Hudson sein.“ – nachdem „Sully“ diese Worte an den Tower funkt, beginnt der Landeanflug auf den Hudson River. Rund sechs Minuten nach dem Start setzt das Flugzeug auf dem Fluss auf. Die Notwasserlandung glückt.

Sobald die Maschine auf dem Wasser liegt, leitet die Crew die Evakuierung ein: Innerhalb von wenigen Minuten verlassen die 150 Passagiere und fünf Crew-Mitglieder den Airbus und warten auf den Tragflächen und Notrutschen auf Rettung. Diese naht nach kurzer Zeit in Form der ständig verkehrenden Fähren und der Küstenwache. Der Cap-tain geht als Letzter von Bord. Der Airbus A320 kann heute im Luftfahrtmuseum von Charlotte – dem eigentlichen Zielort des Fluges 1549 – besichtigt werden.

Vorfall verfilmt

Im Jahr 2015 nahm sich Regisseur Clint Eastwood der unglaublichen Geschichte des US-Airways-Fluges 1549 an. Sein Film „Sully“, der im Herbst 2016 in den amerikanischen Kinos anlief, basiert auf der Autobiografie von Chesley Sullenberger. In dieser verarbeitet der Flugkapitän die Untersuchung, die auf die Notwasserlandung folgte.

In dem 96-minütigen Spielfilm führen Tom Hanks als Chesley Sullenberger und Aaron Eckart als Jeff Skiles sowohl durch die sechs Minuten Flugzeit als auch durch die Sitzungen des Untersuchungskomitees. Die Nacherzählung zeigt kurzweilig und prägnant auch die dunkle Seite des „Wunders vom Hudson“ auf. Moritz Müller

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