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Date mit uns selbst

Archivartikel

Den ganzen Tag zu Hause verbringen – das war das, was wir uns immer gewünscht haben, wenn die Mathestunde nicht vorbeiging. Nun sind wir gezwungen, das teilweise zu tun. Und wir wissen gar nicht mehr, wohin mit uns. Wissen nicht, was wir mit unserer Zeit tun sollen. Es ist ungewohnt für unsere Generation, die geprägt davon ist, schnell zu leben, in sozialen Kontakten permanent vernetzt zu sein, einmal innezuhalten. Durchzuatmen. Die Welt sich kurz weiterdrehen zu lassen. Ohne mit zu gehen. Die Dinge einfach sein zu lassen. In Ruhe zu lassen und in Ruhe gelassen zu werden. Wir merken gar nicht, in was für einem stressigen Zeitalter wir leben. Unsere Köpfe sind gefüllt von ständigen Erwartungen an uns selbst – von uns selbst, von der Gesellschaft und von der Modernisierung. Es ist nicht leicht, einmal innezuhalten. Bis man dazu gezwungen wird. Es ist, als hätten wir uns alle das gewünscht, aber gleichzeitig Angst davor gehabt, mit unseren Gedanken allein zu sein. Denn manchmal ist es gruselig, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wir fangen an, über Dinge nachzudenken, die wir womöglich in anderen Situationen einfach verdrängt hätten. Wichtig ist es, dass wir unseren Sinn im Sein finden und uns selbst eine Aufgabe geben. Auch, wenn es schwierig ist, wir müssen lernen, uns selbst zu strukturieren und eine Routine in unseren allzu leeren Tag zu packen. Der Tag hat 24 Stunden, und wir können jede Sekunde davon sinnvoll nutzen, wir müssen nur rausfinden, wie wir das tun. Und uns auch verzeihen können, wenn wir mal nicht produktiv sind. Bis neulich, Eure BAte

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