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Konzert Sam Fender begeistert Publikum in Wiesbaden / Authentischer Sound gepaart mit gesellschaftlichen Themen

Der Brit-Rock kommt zurück

Archivartikel

Am 13. September dieses Jahres veröffentlichte der britische Musiker Sam Fender sein Debütalbum „Hypersonic Missiles“. Vor zwei Jahren wurde Fender von einem Produzenten entdeckt und ging daraufhin mit Hozier und Catfish and the Bottlemen auf Tour. Über die Grenzen Englands hinweg bekannt wurde der 25-jährige Sänger mit seiner EP „Dead Boys“. Ein Song über die negativen Folgen von toxic masculinity (toxische Männlichkeit) in der Heimatstadt Fenders, im ganzen Land und auf der ganzen Welt. Die Konzerte des Musikers sind aber keineswegs von Schwermütigkeit geprägt oder mit politischen Statements gespickt. In knapp 70 Minuten erweckte Fender nicht nur seine Musik auf der Bühne zum Leben, er hatte auch Zeit für kleine Anekdoten, die, von dem Gelächter des Publikums untermalt, können schon fast als Comedy-Programm durchgehen.

Das Wiesbadener Publikum selbst war bunt durchmischt. Von 18 bis über 60-Jährigen waren alle Altersgruppen vertreten und, wie eventuell bei einem jungen Indie-Rocker zu erwarten, bei Weitem nicht nur durch Frauen. Obwohl etwas kurz, hatten alle Beteiligten einen guten Abend mit fast immer perfekten Vocals von Sam Fender und einer einwandfreien Performance der Band, die ganz nach dem Vorbild von Bruce Springsteen mit einem Saxophon auftrumpft. Sam Fender bringt klassischen Brit-Rock zurück in unsere Musikbibliotheken und kombiniert den authentischen Sound mit gesellschaftlich relevanten Themen, ohne dabei bedrückend oder vorwurfsvoll zu wirken. Alisa Kavelj

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