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Erfahrungsbericht Eine BAnane-Mitarbeiterin war als Wahlhelferin im Einsatz

Die Bundestagswahl hautnah erlebt

Archivartikel

Wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und ins Wählerverzeichnis eingetragen ist, hat nicht nur das Recht zu wählen. Für den eigenen Wahlbezirk kann man dann auch als Wahlhelfer eingesetzt werden.

Im sogenannten Wahlvorstand finden sich der Wahlvorsteher, ein Schriftführer und ihre jeweiligen Stellvertreter sowie ein Beisitzer zusammen, um am Wahltag in zwei Schichten Stimmzettel zu verteilen, für Ordnung zu sorgen und am Ende des Tages auch die Stimmzettel auszuzählen. Dafür gibt es ganz genaue Vorschriften und Formulare, an die man sich halten muss. Einerseits ist das gut, denn man weiß so ganz genau, was man zu tun hat, und die Wahl läuft überall in Deutschland genau gleich ab. Andererseits treibt einen das in den Wahnsinn, insbesondere dann, wenn beispielsweise die Anzahl der Stimmzettel plötzlich nicht mehr mit der Anzahl der abgehakten Wähler und keine der beiden Zahlen mit den eingenommenen Wahlbenachrichtigungen übereinstimmt. Dann sinkt auch schnell die sonst gute Laune der Wahlhelfer in den Keller - und das ausgerechnet bei dem Teil der Wahlhelfertätigkeit, die am anstrengendsten ist: dem Auszählen.

Zu meiner eigenen Überraschung habe ich in den acht Stunden, die ich im Wahlbüro verbracht habe, keinerlei Anfeindungen, Ausschreitungen oder auch nur kleine Verstöße gegen das Reglement der Bundestagswahl erlebt. Bei der Auszählung war ich über manche Stimmen deshalb umso überraschter, und auch ungültige Stimmen sind nicht immer zweifelsfrei identifizierbar.

Obwohl gerade das wiederholte Zählen der immer wieder gleichen Zettel unglaublich kräftezehrend ist und der Wahltag somit nicht nur des Ergebnisses wegen etwas unglücklich für mich endete, würde ich immer wieder Wahlhelferin sein wollen. Verena Hofmann

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