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Wohnen Was brauche ich alles zum Glücklichsein?

Die Sache mit dem Minimalismus

Archivartikel

Umzug. Raus von zu Hause. Sich nicht mehr so viel sagen lassen müssen. Eigene Ideen umsetzen. Das ist die Vorstellung vieler junger Leute, die zum ersten Mal ohne Mama und Papa wohnen. Auch mir geht es so. Ich möchte mich endlich so einrichten, wie ich es für richtig halte und kann meinen Lebensraum völlig neu gestalten. Zu Hause konnte und wollte ich das nicht unbedingt, denn irgendwie liegt einem ja auch das gute alte „Kinderzimmer“ am Herzen.

Umzug als Chance, sich von Dingen zu befreien

Im Umzug habe ich meine Chance gesehen. Die Chance, endlich minimalistischer zu werden und einfach befreiter zu sein. Befreiter von zu vielen Dingen, die man unnötig in seinem Zimmer hortet, aber irgendwie nicht wegwerfen möchte. Um das zu schaffen, habe ich extra wenig Dinge eingepackt. Wenig Klamotten, nur einen Rucksack, einen Schreibblock und von meinen 250 Büchern habe ich mich auf drei beschränkt. Und bisher funktioniert es. Mein Zimmer ist viel freier als vorher, und ich fühle mich super wohl. Aber irgendwas sammelt man doch immer wieder an. Früher waren es bei mir vor allem DVDs, Bücher und Comics. Jetzt sind es Pflanzen. Ich habe es geschafft, innerhalb von gerade einmal zwei Wochen die Anzahl meiner Zimmerpflanzen um 200 Prozent zu steigern.

Wohlfühlen ist entscheidend

Aber genau das ist das Ding mit dem Minimalismus. Man muss sich wohlfühlen. Minimalismus ist nicht, alles radikal zu minimieren. Ich mag meine Pflanzen und ich fühle mich wohl. Wieso sollte ich sie also streichen, nur um der Idee vom Minimalismus näher zu kommen, die, wenn ich sie jetzt lebe, nicht wirklich zu mir passen würde? Aber es ist auf jeden Fall so: Ein Zimmer komplett neu einzurichten ist viel einfacher, als ein altes Zimmer neu zu gestalten. Cara Metzner

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