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Eieiei!

Seit vergangener Woche dominiert ein Thema die Nachrichten: Fipronil in Eiern. Insektengift in unseren Lebensmitteln. Nudeln, Mayonnaise, sogar Thunfischsalat ist betroffen - welches Essen ist denn noch sicher vor Gift- und Schadstoffen? Doch keine Panik: Fipronil ist zwar ein Insektizid, das beim Menschen das Nervensystem schädigen kann, in einer niedrigen Dosis aber eigentlich ungefährlich ist. Ohne den Fipronil-Skandal kleinreden zu wollen, finde ich, sollte man anmerken, dass die Verbraucher in den vergangenen Jahren ja auch schon Schlimmeres überstanden haben. Vogelgrippe, Schweinegrippe und Rinderwahnsinn sind nur einige Schlagworte. Wenn ihr mich fragt, sind die mit Fipronil verseuchten Eier außerdem nur die Spitze des Eisberges. Wir sollten uns vielmehr fragen, warum wir bei Spiegel-, Rühr- und Frühstücksei auf die Einfuhr aus dem Ausland angewiesen sind. Wieso die langen Transportwege, wenn auch hier die Hühner auf der Stange sitzen? Der Code 02-NL- steht weder für Tier- noch für Umweltfreundlichkeit. Der Inhalt unserer Kühl- und Küchenschränke ist gezeichnet von unsinnigem Im- und Export: Käse aus der Schweiz, Olivenöl aus Griechenland und Bananen aus Kolumbien - das ergibt ja noch irgendwie Sinn. Aber Bio-Äpfel aus Neuseeland? American Mustard aus Polen? Und die unsäglichen Eier aus den Niederlanden? Völliger Quatsch! Wenn rund zwei Drittel aller niederländischen Hühnereier nach Deutschland kommen, was hauen dann die Holländer in die Pfanne? Und wo landen eigentlich die Eier der in Deutschland lebenden Hennen? Bis neulich, Eure BAte

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