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Senckenberg-Museum Frankfurt Bis März 2018 erfolgt der Umzug mit zahlreichen naturkundlichen Objekten

Ein neues Heim für Dinosaurier und Co.

Sobald ich in Frankfurt an der Bockenheimer Warte die U-Bahn verlasse, werde ich nostalgisch. Kindheitserinnerungen werden wach, plötzlich bin ich wieder fünf, spaziere mit meinen Eltern durch die hohen Hallen des Senckenbergmuseums und erkunde Dinosaurierskelette.

Die Einrichtung selbst ist das größte Naturkundemuseum in Deutschland und feiert derzeit ihr 200-jähriges Bestehen. Das Haus stellt Exponate aus der Biologie und der Geologie aus und bietet zudem die artenreichste Vogelsammlung weltweit. Leiter ist die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, die sich mit den Themen Biodiversität, Evolution und Klimawandel beschäftigt. Ihre Aufgabe ist es, natürliche Ressourcen zu erhalten und den Schutz biologischer Arten zu gewährleisten. Nun zieht die Forschungsanstalt in die ehemaligen Räume der Goethe-Universität um, da die Objekte in den alten Archiven durch den Museumskäfer bedroht wurden. Bis März 2018 sollen insgesamt 22 Millionen Sammlerstücke pflanzlicher, tierischer und geologischer Herkunft umgelagert werden. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Exponate besitzen einen unermesslichen Wert und können nicht versichert werden.

Um einen reibungslosen Ablauf des Umzugs zu garantieren, wurde eine Firma engagiert, die bereits Erfahrungen im Umgang mit sensiblen Gütern vorweisen konnte. Ihre Herausforderung ist es, darauf zu achten, dass die empfindlichen Ausstellungsstücke keinerlei Erschütterung ausgeliefert sind. Wichtig ist ebenfalls, dass kein einziger der Abermillionen Zettel verloren geht, die etwas über die einzelnen Exponate verraten, da sonst das kostbarste Stück wertlos würde. Sophia Rhein

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