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Interview Die aus der Region stammende Autorin Michaela Weiß hat mit „Seelenfall“ ihren zweiten Roman veröffentlicht

Ein Ritual mit Folgen

Archivartikel

Die junge Autorin Michaela Weiß hat Ende des vergangenen Jahres ihr zweites Buch veröffentlicht. Nach dem Jugendthriller „Vielleicht sind wir alle Monster“ (wir berichteten) kommt jetzt ihr erster Jugendroman mit Fantasy-Einschlag: „Seelenfall“.

Es dreht sich alles um die junge Mina. Sie ist sehr unzufrieden mit ihrem Leben und weiß sich nicht mehr zu helfen. Online chattet sie unter dem Pseudonym „Broken Wings“ jeden Tag mit „Nightmare“. Er ist der einzige, der sie zu verstehen scheint. Irgendwann schlägt er ihr aus Spaß ein Buch vor, das okkulte Rituale beschreibt. Mina ist so verzweifelt, dass sie eines der Rituale – den Seelentausch – ausprobiert. Unglaublicherweise wacht sie am nächsten Morgen im Körper eines anderen Mädchens mit dem scheinbar perfekten Leben auf. Jetzt ist Mina Cassandra, hat einen Bruder mit dem Namen John und ganz viele tolle Freundinnen. Aber ihr neues Leben ist viel komplizierter, als sie zu Anfang denkt – und was ist eigentlich mit der echten Cassandra geschehen?

Wir hatten die Gelegenheit, der Autorin Fragen über die eigentliche Geschichte hinaus zu stellen. Wie kommt man auf die Umsetzung eines solchen Rituals, in dem zwei Personen die Seele tauschen? Welche Botschaft möchte sie vermitteln?

Besonders interessiert mich natürlich, woher du die Idee für das Ritual hattest.

Michaela Weiß: Bevor „Seelenfall“ entstanden ist, hatte ich bereits mal für eine andere Geschichte über düstere Rituale recherchiert. Mir gefiel die Idee, dass Mina ihr Leben durch ein Ritual tauscht, und dass sie aus einem eigentlich dunklen Ritual eine eher lustige „Teenie-Version“ erschafft.

Und wie bist du auf die Idee an sich gekommen?

Weiß: Lustigerweise fing die Idee zu „Seelenfall“ mit „Broken Wings“ und „Nightmare“ an. Ich hatte als erstes die beiden als Chatfreunde im Kopf. Die ganze Geschichte um den Seelentausch sponn sich dann irgendwie von selbst: Mina war unglücklich in ihrem Leben – und Nightmare würde sie dazu bringen, ihr Leben zu verändern. Dass das dann auf so magische Weise passiert, war auch für mich überraschend.

Vor allem Mina ist ja zu Beginn eine generell eher unglückliche Person. Was möchtest du durch ihre Entwicklung vermitteln?

Weiß: Am meisten lag mir als Kern für die Geschichte am Herzen, dass man nie aufgeben darf und dass es immer Hoffnung gibt. Dass man zu sich selbst steht und versucht, die eigenen Probleme zu meistern, anstatt davor zu flüchten. Dass es nie gut tut, sich zu sehr mit anderen zu vergleichen. Dass man viel zu schnell glaubt, das eigene Leben wäre schlecht, dabei hat jeder Probleme – man schätzt das Glück der anderen nur oft viel größer ein als das eigene. Mit „Seelenfall“ wollte ich zeigen, dass es gut tut, sich selbst einfach zu akzeptieren – und das Beste aus dem zu machen, was man hat.

Wie ist das Feedback nach der zweiten Veröffentlichung ?

Weiß: Das Feedback war bislang wirklich positiv, und das freut mich als Autor natürlich sehr. Besonders über die Leserunden erhalte ich immer einen ganz guten Eindruck, was den Lesern gefällt und was es auch noch besser zu machen gibt. Aber natürlich würde ich mich freuen, wenn „Seelenfall“ von noch mehr Menschen gelesen wird.

Insgesamt kann man also auch sagen, dass Michaela Weiß’ zweites Buch gut bei den Lesern ankommt. Wer sich jetzt auch dafür interessiert, der kann sich weiter auf der Internetseite der Autorin informieren: https://weissmichaela.de. Und wer weiß – vielleicht bekommen wir ja irgendwann einen nächsten Teil ? Das nächste Buch steht auf jeden Fall schon in den Startlöchern, und wir können gespannt sein, welche neue Seite die Autorin von sich im nächsten Roman präsentiert. Cara Metzner

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