Bananeweb

Eigene Meinung BAnane-Mitarbeiterin Sophia erklärt, warum sie für ein Ende der Zeitumstellung ist

Ein Stück mehr Lebensqualität

Archivartikel

Seit gestern sind die Tage endlich wieder länger und die Sonne bleibt uns zum Glück eine Stunde mehr erhalten. Dass wir im Winter um eine Stunde Helligkeit bestohlen werden, ist alles andere als fair, könnte aber schon bald passé sein, denn derzeit deuten alle Zeiger darauf, dass ab 2021 endlich die Sommerzeit auch im Winter beibehalten wird.

Schon als Kind habe ich immer dem Ende des März entgegengefiebert, wenn die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden. Ende Oktober dagegen drückte stets die bevorstehende Umstellung auf die Winterzeit meine Stimmung. Ich fühle mich unwohl, wenn im Dezember die Sonne schon gegen 16 Uhr untergeht, obwohl meines Erachtens nichts dagegensprechen würde, wenn sie die Reise über uns einfach erst um 9, statt wie derzeit um 8 Uhr beginnen würde.

Kampf gegen die jährliche Winterdepression

Mit meiner Einstellung bin ich zum Glück nicht alleine, viele Arbeitnehmer sehen durch die Winterzeit über Wochen an Werktagen kein Tageslicht. Die Folgen der Dunkelheit aufgrund des Zurückstellens der Uhren sind dramatisch, Winterdepressionen sind längst nicht nur ein Problem der skandinavischen Länder, sondern haben sich auch in Deutschland zu einer Volkskrankheit entwickelt. Jahr für Jahr sind abertausende Deutsche niedergeschlagen, traurig und versuchen, ihren Kummer durch süße Ernährung zu lindern, obwohl dies viel leichter durch einen Spaziergang in der winterlichen Sonne geschehen könnte, wenn doch bloß die Zeit dafür bliebe...

Kein Wunder also, dass sich bei einer Petition im vergangenen Jahr eine Mehrheit gegen die Zeitumstellung und für die Einführung der ganzjährigen Sommerzeit ausgesprochen hat. Vergangene Woche wurde im EU-Parlament über die Zeitumstellung abgestimmt. Zwei Drittel der Abgeordneten stimmten für die Abschaffung der Zeitumstellung, ob jedoch ein Land die Sommer- oder die Winterzeit einführt, wird in der Verantwortung der Mitgliedsstaaten liegen. So dass die EU billigt, dass es zu verschiedenen Zeitzonen innerhalb des Gebiets kommen könnte – eine wirtschaftlich ungünstige Situation. Dies sollte uns jedoch nicht davon abhalten, Lebensqualität in unseren Arbeitstag zu integrieren und saisonalen Depressionen entgegenzuwirken.

Alljährlicher Mini-Jetlag wird der Vergangenheit angehören

Nun heißt es Daumen drücken, dass sich die Politiker für die Sommerzeit in Deutschland entscheiden und jedem Arbeitnehmer dieses kleine Stück Licht im Winter schenken. Mit der Einführung der ganzjährigen Sommerzeit wird auch der alljährliche Mini-Jetlag, der mit dem Umstellen der Uhr einhergeht, der Vergangenheit angehören. Also liebe BAnane-Leser, obgleich das Aufstehen diese Woche besonders schwerfällt, Kopf hoch, ein Ende ist in Sicht. Sophia Rhein

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel