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Coronakrise I Die BAnane-Jugendredaktion sprach mit drei jungen Menschen über die Schulschließung und ihren momentanen Alltag

Ein Virus legt den Alltag lahm

Der Coronavirus wurde lange in seiner Gefährlichkeit unterschätzt und legt nun nach und nach das öffentliche Leben der ganzen Welt lahm. Kinos, Restaurants und Geschäfte wurden geschlossen, und wir sind angehalten, unsere sozialen Kontakte weitgehend einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus’ verlangsamen zu können. Auch öffentliche Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen haben ihre Tore erst einmal bis Mitte April geschlossen. Mit digitalen Maßnahmen wie Internetseiten, auf denen die Lehrer ihren Schülern die Aufgaben bereitstellen, wird es versucht, die Auswirkungen des Unterrichtsausfalls möglichst klein zu halten. Aber trotz der Arbeitsaufträge kann es schnell einmal langweilig werden, denn wer sich an die Empfehlungen und Appelle der Regierung hält, bleibt zu Hause. Kein Mannschaftssport, keine Freunde treffen, keine gemeinsame Unternehmungen.

Die BAnane-Jugendredaktion hat sich einmal umgehört und gefragt, wie sich Schüler in dieser schwierigen Zeit zu Hause beschäftigen, um der Langeweile zu entgehen:

Luca (16): Nachdem ich die Aufgaben für die Schule gemacht habe, mache ich die Dinge, für die ich normalerweise nicht so viel Zeit habe, wie beispielsweise zeichnen, zocken oder das gute Wetter genießen, dabei wird mir nie langweilig!

Victoria (15): Meine freie Zeit versuche ich zum einen produktiv zu nutzen, um meinen Kleiderschrank neu zu sortieren oder meiner Familie bei unserer Renovierung zu helfen. Ansonsten schaue ich viel Netflix, lese Bücher und gehe in der Natur spazieren.

Julia (15): Neben den Aufgaben, die wir für die Schule erledigen müssen, verbringe ich meine Zeit mit Lesen und Netflix schauen. Außerdem schreibe ich viel mit meinen Freunden, um den Kontakt mit ihnen zu halten, obwohl wir uns nicht jeden Tag sehen können.

Es gibt also viele Möglichkeiten, sich auch zu Hause gut beschäftigen zu können. Besonders für die Dinge, die ansonsten wegen der Schule oft zu kurz kommen, hat man jetzt mehr Zeit. Auch einfach mal nichts zu machen, tut Körper und Geist manchmal gut.

Neben den Bürgern, die sich an die Aufforderungen der Regierung halten, also soziale Kontakte meiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben, gibt es leider immer noch viele Menschen, die die aktuellen Maßnahmen für übertrieben und unberechtigt halten und deshalb jegliche Regeln ignorieren und einfach so weiterleben wie zuvor. Deshalb haben wir die drei Schüler gefragt, ob sie die Schulschließungen angebracht finden oder ob auch sie der Meinung sind, dass diese Maßnahme völlig übertrieben ist:

Luca: Ich finde es gut, dass die Schulen geschlossen werden, da man so nicht so viel Schulstress hat und sich seine Aufgaben selbst einteilen kann. Besonders wichtig finde ich allerdings, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden kann, und das geht eben besser, wenn wir nicht jeden Tag mit vielen anderen Schülerinnen und Schülern zusammen sind.

Victoria: An sich finde ich es sehr gut, dass die Schulen geschlossen wurden, da so zum einen hoffentlich die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden kann und sich auch das Ansteckungsrisiko für die Schülerinnen und Schüler verringert. Auch finde ich es gut, dass ich jetzt so lange schlafen kann und mir meine Arbeit selbstständig einteilen kann. Das Einzige, was ich mir dabei problematisch vorstelle ist, dass die Schülerinnen und Schüler nach der freien Zeit auf unterschiedlichen Ständen, was den Stoff angeht, sein könnten, da man nie kontrollieren kann, wie viel Mühe sie sich beim Lernen geben.

Julia: Prinzipiell finde ich die Schließung der Schulen gut, um den Virus hoffentlich bald unter Kontrolle bekommen zu können. Allerdings wird es nach der freien Zeit bestimmt sehr stressig werden in der Schule mit Noten und Arbeiten und den ganzen anderen Dingen, die nachgeholt werden müssen.

Alle sollen sich an Regeln halten

Obwohl die alltäglichen Einschränkungen nicht sonderlich angenehm und für manche nur schwer zu akzeptieren sind, ist es wichtig, dass alle so gut es geht versuchen, ihren Teil zur Eindämmung des Coronavirus beizutragen. Auch wer nicht zur Risikogruppe gehört, sollte zu Hause bleiben, denn auch wer keine Symptome aufweist, kann infiziert sein und unbewusst andere Menschen anstecken. Besonders für die Großeltern kann dies sehr gefährlich werden. Alle Maßnahmen werden schließlich nicht zum Spaß getroffen und die Beurteilung der Situation sollte lieber den Experten überlassen werden. Also bitte: den Regeln unbedingt Folge leisten. Mia Eck Bilder (3): Eck

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