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Eigene Meinung Eine BAnane-Mitarbeiterin macht sich Gedanken über das kulturelle Gut Theater in der heutigen Zeit

Eine Besonderheit im Alltag

Bei den meisten von uns muss immer alles schnell gehen und am besten noch schneller. Immer vor Augen: Am Tag möglichst viele Punkte unserer To-do-Liste abzuarbeiten, hetzen wir oft von einem Termin zum anderen und schlafen dann abends, während wir einen Film auf Netflix oder dergleichen schauen, ein. Aber das ist auch kein Problem, denn schließlich kann man am nächsten Tag den Film problemlos weiterschauen, und wenn man wieder einschläft, dann schaut man den Film einen Tag später zu Ende. Alles kein Problem, denn Jennifer Lawrence und Co. sind stets verfügbar, egal, ob sie gerade in Wirklichkeit schlafen oder selbst einen Film schauen.

Natürlich ist das mehr als praktisch, und es wäre wohl kaum machbar, jeden Tag ins Theater zu gehen, anstatt sich abends gemütlich auf die Couch zu legen. Doch dafür ist Theater auch nicht gemacht. Ins Theater geht man, wenn man sich etwas mehr Zeit nehmen will als das allabendliche Einschlafritual, um sich ein Stück anzusehen.

Das macht man nicht jeden Tag

Weder der Film kann das Theater ersetzen, noch das Theater den Film. Nutzen wir Filme zur alltäglichen Unterhaltung, stellt das Theater eine Besonderheit dar, etwas, das man nicht jeden Tag macht. Statt wie bei Filmen meist den erstbesten auszuwählen, geht man nur in Theaterstücke, die einen wirklich interessieren. Dabei muss es sich keineswegs um einen Klassiker wie „Die Räuber“ oder dergleichen handeln, denn Theater kann genauso modern sein, wie Filme es sein können. Vor allem aber kann Theater zum Denken anregen, was bei der Masse an Filmen, die uns heute rund um die Uhr zur Auswahl stehen, immer mehr an Priorität verliert gegenüber dem Unterhaltungswert. Lara Kulke

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