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„Eine ganze Branche steht auf dem Spiel“

Archivartikel

Die Nachricht, das Feuerwerk müsse dieses Jahr ausfallen, ist wie ein Todesstoß für zahlreiche Pyrotechnik-Unternehmen – zumal der Zeitpunkt des Beschlusses nicht schlechter hätte gewählt werden können. Das Jahr 2020 war für die ganze Industrie ein Desaster, aufgrund der ausfallenden Volksfeste ist der Absatz von Auftragsfeuerwerken im Jahr 2020 bereits zu fast 100 Prozent weggebrochen. Hoffnungsvoll blickten die Unternehmen, viele davon kleine Familienbetriebe, in Richtung Jahresende. Sie produzierten wie jedes Jahr die Ware, schlossen Vereinbarungen mit dem Einzelhandel und begannen teilweise bereits mit der Auslieferung. Doch dann kam mit den neuen Lockdown-Beschlüssen ein totales Verkaufsverbot. Dass dieses Verbot weder zeitlich noch wirtschaftlich durchgedacht zu sein scheint, wird dem Verbraucher bewusst, wenn er derzeit die Prospekte des Einzelhandels durchblättert, in denen noch immer für den Verkauf von Pyrotechnik geworben wird. Das kurzfristige Verbot bewirkte, dass hohe Kosten in die Produktion der Feuerwerkskörper geflossen sind: einer Ware, die jetzt nicht verkauft werden darf. Die Kombination aus investierten Kosten und ausfallenden Einnahmen sind eine Katastrophe für die Unternehmen. Der Verband der pyrotechnischen Industrie fordert nun für die Branche Ausgleichszahlungen des Staats in einer dreistelligen Millionenhöhe, um die Verluste mindern zu können. Andernfalls drohe einer ganzen Industrie die Pleite und der Wegfall zahlreicher Arbeitsplätze –vor allem in Familienbetrieben. Sophia Rhein

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