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Erfahrungsbericht I Urlaub mit Freunden oder der Familie macht sehr viel Spaß. Doch wie ist es, wenn man mal ganz alleine seine Ferien verbringt?

Einfach mal tun und lassen, was man selber möchte

Archivartikel

Die Seeluft weht mir durch die Haare, das Meer rauscht in meinen Ohren und ich kann direkt auf die Nordsee schauen. Was will ich mehr? Genau – in diesem Moment gar nichts. Ich bin aktuell auf der deutschen Nordseeinsel Borkum und genieße meine freie Zeit vor dem Studium. Zuerst war ich mit meinen Freundinnen in Bremen, habe dort neue Leute kennengelernt und viele schöne Ecken gesehen. Jetzt bin ich alleine weitergereist, bevor es für mich wieder zurück nach Hause geht.

Es ist nicht so, dass ich keine Reisebegleitung gefunden hätte, nein, ich wollte irgendwie keine. Ich wollte einfach nur mal auf mich angewiesen sein, unabhängig und frei zu machen, was immer ich will. Natürlich ist es fantastisch mit anderen wegzufahren. Dadurch werden Freundschaften enger und gemeinsame Erinnerungen sind auch unglaublich viel wert. Aber manchmal muss man sich auch Zeit für sich selber nehmen. Zu Hause kann ich das nicht so gut. Da habe ich zu viel Ablenkung, zu viele Hobbys und zu viele Leute, mit denen ich etwas unternehmen kann. Hier auf Borkum leihe ich mir einfach ein Fahrrad und fahre.

Nur auf seine Bedürfnisse hören

Den ersten Tag bin ich beinahe einmal um die komplette Insel gefahren. Am zweiten Tag saß ich am Meer und habe gelesen. Könnte ich das mit anderen Leuten zusammen auch machen? Wären sie spontan genug, um ohne einen Plan und ohne ein Ziel auf der Insel herumzufahren? Hätten sie die Geduld, stundenlang neben mir zu sitzen, wenn ich einfach nur lesen möchte? Ich weiß es nicht. Eine Weile würde es bestimmt funktionieren, aber irgendwann wollen sie ja auch mal etwas für sich tun. Das wäre dann der Moment, in dem ich meine Sache für mich abbrechen müsste. Und genau das genieße ich gerade. Machen zu können was und wann immer ich will. Und es ist einfach niemand da, der mir sagt, dass etwas nicht geht oder gerade unpassend ist. Denn ich höre nur auf mich, meinen Körper und auf das, wonach mir gerade so ist.

Aber ja – natürlich freue ich mich trotzdem in ein paar Tagen meine Freunde und meine Familie wieder zu sehen. Denn ohne sie wäre mein Leben schließlich sehr viel langweiliger. red

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