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"Es bleibt viel mehr vom Stoff hängen"

Eine Schul-"Stunde" dauert 45 Minuten. Bis der Lehrer da ist, die Sachen ausgepackt sind, man gedanklich bei der Sache ist und der Unterricht erst richtig beginnen kann, bleiben oft nicht mehr als 35 Minuten davon übrig. Nicht selten werden dann noch Hausaufgaben verglichen, was noch mehr Zeit in Anspruch nimmt, die man für die Beschäftigung mit neuen Unterrichtsinhalten verliert. Besonders an der weiterführenden Schule beschäftigt man sich im Unterricht mit komplexeren Themen, die nicht innerhalb von einer halben Stunde abgehakt sind. Eine Einzelstunde genügt daher oft nicht, um ein Thema zu behandeln, so dass man zwischendrin, wenn man gedanklich gerade voll im Stoff drin ist, abbrechen und am nächsten oder übernächsten Tag fortfahren muss. Dann ist es allerdings wieder nötig, die Grundlagen zu wiederholen, da über diesen Zeitraum doch einiges wieder in Vergessenheit geraten ist. So wird eigentlich unnötig viel Unterrichtszeit auf ein Thema verwendet, und oftmals haben die Lehrer ohnehin Probleme, mit dem Stoff eines Schuljahres durchzukommen. In einer Doppelstunde lässt sich daher produktiver arbeiten, man hat Zeit, ein Thema am Stück durchzugehen, Fragen zu stellen und sogar Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten, um Unklarheiten sofort aus dem Weg zu räumen. Abgesehen davon, dass man zwangsweise aus offenen Themen herausgerissen wird, hat man an einem Schultag voller Doppelstunden wesentlich weniger Material mitzubringen. Der Schulranzen wird leichter und man muss nicht an so vieles denken. Eva-Lotte Wenderoth

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