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Island Der Inselstaat im äußersten Nordwesten Europas ist für viele Menschen ein Wunschreiseziel

Faszinierende Naturschauspiele

Island nimmt auf der Bucket List vieler Deutscher einen vorderen Rang ein. Denn das Land aus Feuer und Eis bietet faszinierende Landschaften und unglaubliche Naturschauspiele en masse. Die Insel im äußersten Nordwesten Europas ist mehr als schwarze Strände, Vulkane und Wasserfälle. Wer sich auf eine Rundreise auf die Hringvegur, die asphaltierte Ringstraße rund um die Hauptinsel, begibt, wird auf einer Strecke von 1322 Kilometern Länge vieles entdecken.

Die isländische Hauptstadt Reykjavík ist der Dreh- und Angelpunkt für den internationalen Tourismus. Auf dem internationalen Flughafen Keflavík kommen nicht nur die Flieger aus Deutschland an, in den Buchten der Halbinsel lassen sich auch die Nordlichter, die von September bis März sichtbar sind, beobachten. Diese auf der Nordhalbkugel als aurora borealis bezeichneten Himmelslichter entstehen, wenn die elektrisch aufgeladenen Teilchen des Sonnenwindes aus der Magnetosphäre in der Erdatmosphäre auf Stick- und Sauerstoffatome treffen und diese ionisieren. Für das menschliche Auge sieht dieses Zusammentreffen wie der Tanz von grünen, manchmal auch magenta- und orangefarbenen Lichtern aus.

Doch nicht nur nachts hat Island viel Sehenswertes zu bieten; am Tag lädt die zerklüftete Landschaft, die von ihrem vulkanischem Ursprung und dem Wasserreichtum geprägt ist, zu jeder Menge Aktivitäten ein: Gletscher, Geysire, Flüsse, Wasserfälle und Seen prägen die Landschaft Islands, das im Nordatlantik liegt, vorrangig. Der Dettifoss mit seinen 45 Metern Tiefe und 100 Metern Breite ist beispielsweise der stärkste Wasserfall in ganz Europa und im Jökulsárlón vermischen sich Jahrhunderte altes Gletschereis mit dem Salzwasser des Atlantiks.

Vielfältige Tierwelt

Die Tierwelt, die sich an und in diesen Gewässern aufhält, ist eine vielfältige: Im Jökulsárlón schwimmen Robben neben Seemöven; Delfine und Wale schätzen das mit den Mineralien des Gletschers angereicherte Meerwasser und tauchen darum nahezu ganzjährig an der isländischen Küste auf, insbesondere vor Reykjavík und der Wal-Hauptstadt Husavík. Dort informiert sogar ein Museum über die sanften Meeresriesen, die in der Küstennähe beheimatet sind: darunter Blau-, Buckel- und Pottwale oder Orcas.

Bei den tierischen Landbewohnern handelt es sich hauptsächlich um Nutztiere wie Rinder, Schafe und Islandpferde. Diese können für Reitausflüge gebucht oder bei Wanderungen bestaunt werden. Überhaupt bietet Island mit seinen Mengen an markierten und für die verschiedenen körperlichen Konditionen ausgerichteten Wanderwegen ein wahres Paradies für Naturfreunde. Ob im Birkenwald oder dem Flussdelta, hinter einem Wasserfall oder durch ödes Land bis zum Flugzeugwrack einer US-amerikanischen Navy-Maschine am Strand von Sólheimasandur – Island befriedigt die Wanderlust seiner Touristen.

Und wem diese Naturschönheiten noch nicht genügen, kann die Gletscher, die noch acht Prozent der Landesfläche bedecken, genauer erkunden. Doch auch hiervor machen Klimawandel und Erderwärmung nicht Halt. Nicht nur der mit über 8000 Quadratkilometern größte isländische Vulkan mit Gletscheroberfläche, der Vatnajökull im gleichnamigen Nationalpark, hat in den vergangenen 100 Jahren bis zu zehn Prozent seiner Größe eingebüßt; auch der circa 950 Quadratkilometern große Plateaugletscher Langjökull schmilzt in bedenklicher Schnelligkeit. Moritz Müller

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