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Schule in Corona-Zeiten Die BAnane hat zwei Schülerinnen gefragt, ob sie sich mit Abstandsregelungen und Hygienevorschriften wohl und sicher fühlen

Froh, wieder in die Schule zu dürfen

Vor einigen Wochen wurden die hessischen Schulen nach einer mehrwöchigen Corona-Pause wieder geöffnet. Dies war zuvor lange in der Politik diskutiert worden. Die Schulen mussten sich innerhalb kürzester Zeit ein funktionsfähiges Sicherheits- und Hygienekonzept überlegen und dieses mit Absperrbändern, Einbahnstraßenregelungen und anderen Ideen umsetzen. Dabei musste darauf geachtet werden, dass die Schüler den Sicherheitsabstand und die geltenden Hygieneregeln wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das regelmäßige Händewaschen und Desinfizieren einhalten können. Auch die Klassenräume konnten nicht mehr voll besetzt werden, weshalb viele Tische und Stühle leer blieben.

In der Liebfrauenschule Bensheim wurden die Klassen jeweils in zwei Gruppen geteilt. Diese wechselten sich dann mit dem Unterricht ab, so dass jede Schülerin mindestens zwei mal pro Woche Präsenz-unterricht in der Schule hatte. In den Klassenräumen wurden die Tische auseinander geschoben, und in den Fluren wurden die Wege durch Klebeband vorgeschrieben. Überall in der Schule wurden Desinfektionsmittel aufgehängt, die Toiletten durften jeweils nur von höchstens einer Person betreten werden und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurde empfohlen. So war der Schulbesuch auf einmal ganz anders, als die Schüler es gewohnt waren.

Die BAnane hat zwei Schülerinnen gefragt, ob sie sich mit dem Hygienekonzept ihrer Schule wohl und vor allem sicher gefühlt haben:

Svenja (16): Ich finde die Hygienevorschriften sehr gut. Überall gibt es die Möglichkeit, sich die Hände zu desinfizieren, und auch der Abstand zu den anderen ist durch die Einbahnstraßenregelungen und die auseinander geschobenen Tische gewährleistet. Allerdings finde ich es schade, dass nicht alle einen Mund-Nasen-Schutz in der Schule tragen und sich anscheinend nicht bewusst über dessen Nutzen sind.

Beate (16): Die getroffenen Hygienemaßnahmen finde ich gut, da ich mich damit sehr sicher fühle und eine Ansteckung mit dem Virus damit unwahrscheinlicher wird. Deshalb finde ich es auch nicht schlimm, dass ich oft kleinere Umwege innerhalb der Schule laufen oder einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss.

Schule, wie man sie kannte, gibt es momentan nicht. Auch der Unterricht, der meist auf wenige Stunden am Tag reduziert ist, konnte nicht mehr so abgehalten werden, wie es vor dem Homeschooling war. Aber hat es dann überhaupt etwas gebracht, die Schulen wieder zu öffnen?

Svenja (16): Ich finde es gut, dass die Schulen wieder geöffnet haben, da man so einen geregelteren Tagesablauf hatte und auch seine Freundinnen wieder sehen konnte. Außerdem finde ich den Unterricht in der Schule gemeinsam mit meinen Klassenkameradinnen viel besser, als alleine zu Hause vor dem Laptop zu sitzen.

Beate (16): Ich finde es eigentlich gut, dass wir wieder in die Schule gehen durften, da ich meine Freundinnen und Klassenkameradinnen vermisst habe. Allerdings war der Unterricht inhaltlich oft nicht so interessant, da wir in vielen Fächern Stoff, den wir zu Hause allein bearbeitet hatten, wiederholt haben, anstatt etwas Neues zu lernen. Insgesamt bin ich aber trotzdem froh über ein bisschen Normalität in dieser Zeit.

Abschließend kann man sagen, dass sich viele Schüler nach der Zeit im Homeschooling darüber freuen, wieder in die Schule gehen zu können. Sicherlich haben die meisten nicht gedacht, dass sie sich jemals wünschen würden, zurück in die Schule zu dürfen. Daheim lernen ist eben doch nicht wie der Unterricht in der Schule. Mia Eck

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