Bananeweb

Sport Ein Mitarbeiter der BAnane-Jugendredaktion berichtet von einem etwas anderen Training als dem, das er vor der Pandemie kannte

Fußball spielen ohne Körperkontakt

Mit fast jeder Woche werden die Corona-Einschränkungen immer weiter gelockert. Sportvereinen ist es nun schon seit einiger Zeit wieder gestattet, unter strengen Auflagen Training für ihre Mitglieder anzubieten.

Mir selbst ist es nun seit vier Wochen erlaubt, wieder Fußball zu trainieren. Aber das Gleiche ist es leider oftmals nicht. Da der Körperkontakt minimiert werden sollte, mussten meine Mitspieler und ich in den ersten Wochen immer mit Mindestabstand voneinander stehen und durften den Ball weder mit der Hand noch mit dem Kopf berühren. Übungen, die einem Spiel ähnlich sein sollen, waren auch nicht möglich, da man sich dabei zu nah kommen kann und somit Gefahr läuft, sich möglicherweise anzustecken. Das Training konnte also meist nur aus Einzelaufgaben bestehen, die dafür dann aber sehr intensiv waren. So konnte sich allerdings immerhin nach der langen Pause jeder einzelne Spieler wieder an den Ball gewöhnen. Mein Training war meist in mehrere Stationen gegliedert, die entweder die Kraft, Ausdauer oder Geschicklichkeit am Ball trainierten, wodurch man trotz der verkürzten Trainingszeit erschöpft war.

Schon während des Lockdowns wurden wir von unseren Trainern angewiesen, uns fit zu halten und regelmäßig, ob mit oder auch ohne Ball, Sport zu machen. Viele sind dieser Aufforderung laut eigener Aussage auch nachgekommen.

Die wenigen Vorteile, die die aktuelle Trainingssituation hat, sind, dass die Spieler die Bälle beziehungsweise die Geräte nicht berühren und somit auch nicht mit vom Platz nehmen dürfen, da alles desinfiziert werden muss und dies somit allein die Aufgabe der Trainer ist. Zudem war jeder Einzelne glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen.

Was bei manchen sowohl für Freude, aber vielleicht auch Frust sorgte, war der Fakt, dass der Profifußball weit vor dem Amateurfußball wieder ausgetragen werden durfte. Hierfür wurden die Spieler regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Die Frage, ob es notwendig ist, den Profifußball zu ermöglichen und die Tests hierfür zu benutzen, anstatt sie in Schulen oder Kindergärten zu verwenden, erzeugt auf jeden Fall viele verschiedene Meinungen und jeder sollte sich darüber eine eigene bilden. Marco Mautry

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel