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Archivartikel

Die 19-jährige Jael spricht über ihre Gedanken und Wünsche zum Thema Rassismus: „Was ich mir von unserer Gesellschaft wünsche, ist, dass man endlich anfängt, offen darüber zu reden und vor allem Menschen, die von Rassismus betroffen sind, zuhört. Jeder muss bei sich anfangen, sich für dieses Thema zu sensibilisieren. Viele vergessen nämlich, dass Rassismus nicht immer mit einer Handlung oder einem Vorsatz beginnt, sondern sich auch in kleinen Dingen im Alltag bemerkbar macht. Zum Beispiel, dass Menschen mit Afrohaaren in die Haare gefasst wird oder die Aussage: ,Du kannst ja gut deutsch sprechen’, obwohl man hier geboren und aufgewachsen ist. Auch wenn diese Dinge wahrscheinlich nicht böse gemeint sind, kommt es hier stark darauf an, wie Dein Gegenüber das aufnimmt. Das zeigt, wie strukturell der Rassismus in unserer Denkweise und unserem Sprachverhalten verankert ist.

Es ist oftmals immer noch ein unbequemes Thema, weil viele Menschen, die selber keinen Alltagsrassismus erfahren haben, nicht gerne zugeben würden, sich schon mal rassistisch geäußert zu haben. Hier geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, Verantwortung zu übernehmen und durch Konversation die eigene Perspektive auf dieses Thema zu verändern.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich das ,antirassistische’ Denken anzueignen. Besonders hervorheben möchte ich ein Buch, das solche Inhalte thematisiert: ,Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten’ von Alice Hasters.“

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