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Nachhaltigkeit Eine Eisdiele in Auerbach hat ihre Preise kräftig angeboten – die neuen Bioplastik-Becher sind jedoch nicht der Grund

Genuss trifft Umweltschutz

Viele Eisdielen haben zum Saisonstart die Preise angehoben: In einem Laden in Auerbach kostet die Kugel jetzt 1,30 Euro, was der Spitzenplatz in Bensheim ist. Die BAnane hat sich dort umgehört und mit Mitarbeitern der Filiale gesprochen, was der Grund für die Erhöhung ist. Die Antwort lautet: Es gibt keinen eindeutigen Grund.

Kostenerhöhungen im Material- und Personalbereich sind Schuld an der Verteuerung und nicht, wie unsere Jugendredaktion vermutet hatte, die neuen Bioplastik-Becher.

Im Gespräch wurde betont, dass die Kundinnen und Kunden im vergangenen Jahr die Umstellung der Kunststoffbecher auf eine umweltverträgliche Alternative gefordert hatten und die Entscheidung der Zentrale der Eiskette in Darmstadt darauf zurückzuführen sei.

Seitdem wurden in sämtlichen Eisdielen der Kette alle Einwegkunststoffe ausgetauscht und gegen die Bio-Variante aus dem Maisgemisch Polylactid (PLA) ersetzt. Eisbecher-Specials und Eiskaffee werden in zersetzbaren, Kohlendioxid-freien Gefäßen serviert, und selbst der Löffel für die Kugel Eis im Becher hat eine gute Klimabilanz – zumindest für ein kurzlebiges Einwegprodukt.

Die Eisdiele in Auerbach unterscheidet sich aber nicht nur wegen ihrer Bioplastik-Einwegbecher von den Alternativen in Bensheim: Auch die normale Eiswaffel wird in bedrucktem Papier serviert, was die eine oder den anderen verwirren mag – schließlich gab es das Eis früher immer umweltfreundlicher nur in der einfachen Waffel. Für die Firma ist das Waffelpapier aber ein zusätzlicher Werbeträger, der außerdem eine hygienische Funktion erfüllt: Wenn das Geld kassiert wird, berühren die Hände die Waffel, die im Anschluss verspeist wird, nicht mehr direkt. Moritz Müller

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