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Gesundheit Am Mittwoch ist Welttag der Zahngesundheit / Kinder und Jugendliche in diesem Jahr im Fokus / Pflege stark verbesserungswürdig

„Gesund beginnt im Mund – Ich feier’ meine Zähne“

Archivartikel

Drei von vier Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt, viele fürchten sich davor, auf dem nach hinten gekipptem Stuhl einer anderen Person „ausgeliefert“ zu sein, während andere den Zahnarztbesuch aufgrund der Angst vor möglichen Schmerzen befürchten. Bei 40 Prozent der Deutschen ist die Angst so groß, dass sie Termine solange herauszögern, bis die Zahnschmerzen nicht mehr auszuhalten sind. Schmerzen und Zahnarzttermine müssen aber nicht zwangsläufig miteinander verbunden sein, denn richtiges Putzen und Vorsorgeuntersuchungen sind die Grundlage für die Gesundheit im ganzen Mundbereich. Am Mittwoch findet der Welttag der Zahngesundheit statt, bei welchem auf diese Problematik aufmerksam gemacht werden soll.

Karies bei Kindern verbreitet

Die Idee, im Rahmen eines Aktionstages vor Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten zu warnen und zur richtigen Pflege sowie einer zahnfreundlichen Ernährung anregen, entstand im Jahr 1991, inzwischen nehmen immer mehr Zahnärzte und Institute teil. Bei diesem 28. Tag der Zahngesundheit geht es diesmal hauptsächlich um Kinder und Jugendliche. Denn obgleich Milchzähne nach wenigen Jahren ausfallen, ist auch hier die Zahnhygiene sehr wichtig. Kinder trinken viele süße Getränke und langweilen sich oft beim Zähne putzen. Schätzungen weisen darauf hin, dass bereits zehn Prozent der unter Dreijährigen an Karies leiden und somit starke Zahnschmerzen ertragen müssen. Auch von Jugendlichen wird die Zahnpflege oft vernachlässigt, daher heißt der Slogan von übermorgen „Gesund beginnt im Mund – Ich feier’ meine Zähne“.

Selbst bei Erwachsenen ist die Zahnpflege an einigen Stellen noch stark verbesserungsfähig. Denn obgleich für 97 Prozent der Deutschen gepflegte Zähne im Umgang mit anderen wichtig oder gar sehr wichtig sind, lieferte eine Studie im Jahr 2009 erschreckende Ergebnisse. Demnach waren damals fast alle Deutschen an Karies erkrankt, 99 Prozent hatten bereits an mindestens einem Zahn Karies, während der Durchschnittsdeutsche zwölf kranke Zähne im Gebiss aufwies.

Ein wichtiger Grund für diese schockierenden Zahlen ist sicher die weit verbreitete Meinung, dass die Zwischenräume nicht geputzt werden müssten. Umfragen zur Folge pflegen fast 70 Prozent der Deutschen die Zahnzwischenräume weniger als einmal im Monat. Und selbst wenn diese in das tägliche Putzen miteingebunden werden, reicht dies noch nicht aus. Denn nur 60 Prozent der Zahnoberfläche kann durch uns gereinigt werden. Etwa der Hälfte der Deutschen ist dieser Missstand bewusst, so dass sie mindestens einmal im Jahr zur professionellen Zahnpflege gehen. Andere nutzen dieses Angebot nicht, obwohl viele Versicherungen zumindest einen Teil übernehmen.

Zähne putzen nach KAI-Technik

Zuhause sollte man auf eine richtige Zahnputztechnik achten. Zwei bis dreimal täglich müssen die Zähne gereinigt werden. Dabei wird die manuelle Handzahnbürste in einem Winkel von 45 Prozent an die Zähne und das Zahnfleisch angesetzt und vibrierende, kurze Bewegungen durchgeführt. Bei jedem Zahn muss die Bürste nach obenhin angehoben werden, um Plaque von der Zahnoberfläche zu entfernen. Sinnvoll ist es, dabei nach der KAI-Technik vorzugehen. Zunächst sollen die Kau-, dann die Außen- und zuletzt die Innenflächen geputzt werden. Wichtig ist es, nicht zu festaufzudrücken und eine weiche oder mittelweiche Zahnbürste zu nutzen, damit der Zahnschmelz nicht beschädigt wird. Die genaue Technik ist aber stark von der Zahnbürste abhängig, sodass es sinnvoll ist, Tipps zur jeweiligen Art der Zahnbürste zu googeln. Neben der Zahnbürste sind die Zahnseide und die Zwischenzahnbürste wichtige Werkzeuge für die Zahngesundheit, mindestens einmal am Tag muss eine von beiden verwendet werden. Auch die Rolle der richtigen Zahnpasta sollte nicht unterschätzt werden, es empfiehlt sich, eine flouridhaltige Creme auszuwählen.

Gemeinsam mit der richtigen Technik, etwas Zeit für die Mundhygiene und einen Vorsorgetermin können wir trotz erschreckender Zahlen dem Tag der Zahngesundheit bestimmt mit einem strahlenden Lächeln begegnen. Sophia Rhein

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