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„Großartiges Ventil im stressigen Alltag“

Archivartikel

Ob es Dschungelcamp, den Bachelor oder Deutschland sucht den Superstar wirklich braucht? Klar! Im besten Fall ist der DSDS-Kandidat im nächsten Jahr der Bachelor, der zwei Jahre später etwas mit einer Kandidatin von Germany’s Next Topmodel anfängt, nachdem er sich selbstverständlich von seiner großen TV-Show-Liebe getrennt hat. Drei Jahre später treffen sich dann das Model und der Bachelor im Dschungel wieder und ziehen übereinander her. Und vor dem Fernseher denken sich die Leute: „Wer ist das? Den habe ich ja noch nie gesehen.“ Klasse, oder? Und nebenbei räumen die Zuschauer auf, bügeln oder liegen einfach nur auf der Couch, um sich von den Problemen der anderen berieseln zu lassen. Kopf aus, ein ganz kleines bisschen die Schadenfreude genießen und einmal nicht an die eigenen Probleme denken. Herrlich. Und der Zuschauer hat mit all diesen Geschehnissen nichts am Hut. Ohne sich in Liebeskummer, Geldsorgen oder fragwürdige Vergangenheiten einzumischen, denkt er sich seinen Teil, fiebert vielleicht sogar mit und hofft auf ein gutes Ende. Wie bei einem spannenden Buch. Auch wenn das Buch aus medienpädagogischer Sicht sicher die bessere Alternative wäre, gibt es diese Momente in denen der Kopf schon voll ist und ein Bestseller einfach nicht mehr reinpasst nach einem stressigen Tag. Und genau für diese Situationen ist es doch großartig, dass das deutsche Fernsehen Dschungelcamp und Co. anbietet. Anne Heiß

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