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Psychologie Misserfolge sind nicht schön, sind aber nicht das Ende der Welt / Die BAnane gibt Tipps, wie man damit umgehen kann

Im Misserfolg die Chance sehen

Archivartikel

Tagtäglich erfährt man, welche Einstellungen und Verhaltensweisen zum Erfolg führen. In unserer Leistungsgesellschaft haben wir uns diese längst eingeprägt und streben Tag für Tag nach unseren Zielen. Haben wir sie endlich erreicht, so erfüllt es uns mit Freude und Stolz, doch manchmal erreichen wir unsere Ziele leider nicht. Dann müssen wir uns eingestehen, dass wir entgegen aller Aussagen berühmter Coaches eben doch persönliche Grenzen haben und nicht jeder Versuch zum Erfolg führt. Da wir in einer virtuellen Blase leben, die uns oft die Erfolgserlebnisse unserer Mitmenschen vor Augen führt, kann ein Misserfolg besonders schmerzen.

Die Rolle des Aufbauenden

Wenn Ihr gerade in der Qualifikationsphase seid, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass schon bald eine Klausur anders ausgehen wird als ihr es Euch erhofft. Dann sorgt Ihr Euch vielleicht, dass der Notenschnitt nicht für das angestrebte Traumstudium reichen könnte. Aber Kopf hoch, hier kommen die BAnane-Tipps:

An vergangene Erfolge erinnern

Dein bester Freund hat so lange gelernt und es hat trotzdem nicht gereicht? Du siehst in ihm keinen Versager, stattdessen sprichst Du ihm Mut zu und zeigst ihm, welche Erfolge er bereits erreicht hat. Trifft Dich dagegen der Misserfolg, so schaffst Du es nicht, diese Tricks anzuwenden. Daher ist es wichtig, dass Du Dich einer Person anvertraust, die die Rolle des Aufbauenden übernimmt. Objektiv betrachtet ist die Situation höchst wahrscheinlich gar nicht so schwarz, wie sie Dir in diesem Moment erscheinen wird.

Ein sehr wichtiger Schritt beim Umgang mit Misserfolgen ist das Suchen der Gründe, die zum Scheitern geführt haben. Es gibt viele Möglichkeiten der Ursachenzuschreibung, so kann man die Gründe bei sich oder im Umfeld suchen und sie zeitlich einordnen, also ob sie konstant oder nur vorübergehend waren. Je nachdem, wie man den Misserfolg begründet, zieht er entweder weiteres schmerzhaftes Scheitern mit sich oder öffnet die Türen für Erfolge. Zu einer Strähne von Misserfolgen würde folgende Ursachenzuschreibung führen: „Ich bin schlecht in Mathe, die Klausuren sind für mich immer zu schwer.“ Ein Erfolgserlebnis dagegen wird ermöglicht, wenn man das Szenario folgendermaßen darstellt: „Ich habe falsche Schwerpunkte bei der Vorbereitung gesetzt, ich hatte Pech, dass ausgerechnet das abgefragt wurde, was ich nicht gelernt hatte.“

Möglichkeit zur Entwicklung

In schlimmen Fällen kann es natürlich schon vorkommen, dass ein Misserfolg tatsächlich weitreichende Konsequenzen mit sich führt. Vielleicht erreichst Du Dein erträumtes Studium nicht. Dann heißt es nun, dass Lösungen gesucht werden müssen.

Gerade in Bezug auf ein Studium gibt es oft viele Möglichkeiten, auf Umwegen doch einen Platz zu erhalten – sei es in einer nicht so beliebten Uni-Stadt oder aber auch durch ein Praktikum oder eine Ausbildung. Ein berühmtes Sprichwort, in dem viel Wahres steckt, solltest Du nach einem Misserfolg immer im Kopf haben: „Wenn der Plan nicht funktioniert, ändere den Plan, aber niemals das Ziel.“ Erstelle eine Mind-Map, einen Zeitplan oder eine Pro-Contra-Liste für all Deine Optionen: Du wirst einen Weg finden, der Dich zu Deinem Ziel führt.

Last but not least ist es wichtig, dass man positive Konsequenzen erkennt. Selten ist ein Misserfolg wirklich so niederschmetternd, dass nichts Gutes darin zu finden ist. Oft stellen Misserfolge die Weichen neu und entpuppen sich im Nachhinein als eine Chance zur persönlichen Entwicklung, ist das nicht ein wahrer Erfolg? Und manchmal lernen wir beim Versuch Menschen kennen, die auch nach dem Misserfolg in unserem Leben bleiben.

Die BAnane wünscht Euch ganz viel Glück und hofft, dass Euch Rückschläge nicht mehr aus der Bahn werfen. Alexander Rhein

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