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"In kürzeren Einheiten lässt sich intensiver arbeiten"

Ein Stundenplan, der ausschließlich aus Doppelstunden besteht, ist eine weder für Schüler noch für Lehrer erstrebenswerte Maßnahme. Denn schließlich ist es nicht abzustreiten, dass die Konzentration innerhalb von zwei Stunden irgendwann nachlässt, während es eine Einzelstunde ermöglicht, sich kurz, dafür aber intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen. In längeren Blockeinheiten besteht hingegen die Gefahr, zu lange bei ein- und demselben Thema zu verharren, wodurch der Lehrer nicht den gesamten geplanten Unterrichtsstoff abhandeln kann. Zudem ist es keine Seltenheit, dass Doppelstunden in den Zeitraum des Nachmittagsunterrichts fallen, was die Konzentration um ein weiteres erschwert. Außerdem führen Doppelstunden dazu, dass Schüler manche Fächer nur einmal in der Woche haben. Besonders bei Fremdsprachen kann dies zum Problem werden, da keine regelmäßige Wiederholung vorhanden ist. Auf diese Weise vergessen die Schüler das Gelernte rasch wieder und benötigen eine Woche später erneut Zeit, um sich wieder in das Thema einzuarbeiten. Des weiteren sind durch Einzelstunden die Pausen der Schüler gesichert. Einige Lehrer sind in langen Blockeinheiten nämlich so vertieft in ihr Thema, dass sie das Klingeln schlichtweg ignorieren und ohne Unterbrechung mit dem Unterricht fortfahren. In Sport oder den Leistungskursen sind Doppelstunden zwar durchaus von Vorteil, sollten deshalb aber noch lange nicht in zur Regel werden. Einzelstunden gestalten den Schulalltag abwechslungsreicher und schülerfreundlicher. Eine Stunde Mathe ist schließlich leichter zu ertragen als zwei. Laura Kress

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