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Jahreswechsel

Archivartikel

Der Jahreswechsel, das ist dieser merkwürdige Abend des 31. Dezembers. Merkwürdig deshalb, weil die Leute beginnen, ein Jahr, ein Jahrzehnt oder eine sonstige Zeitspanne, die für sie bedeutsam war, die sie als gut oder schlecht kategorisieren, Revue passieren zu lassen. Merkwürdig deshalb, weil sich um 0 Uhr einiges ändern soll – der Job, die Liebe, das Gewicht, das Gehalt. Unter das alte Jahr wird ein Schlussstrich gezogen. In der Nacht drehen wir nicht nur das Kalenderblatt um, sondern tauschen gleich den Kalender gegen einen neuen aus. Und vielleicht tauschen wir noch mehr in unserem Leben, motiviert durch die Tücken des gregorianischen Kalenders. Merkwürdig, weil es sich um einen Tag wie jeden anderen handelt. Klar haben die Geschäfte nur bis 14 Uhr geöffnet, es gibt Feuerwerk zu kaufen, der nächste Tag ist ein Feiertag. Aber in der Nacht zwischen 31. Dezember und 1. Januar liegt eine Magie der großen Erwartungen und der Hoffnung auf Besserung in der Luft. Warum die Menschen gerade dann, alle Existenz- und Zukunftsängste ignorierend, ihre hart erarbeiteten Euros benutzen, um sie als Raketen in den Himmel zu pusten oder als Böller zerknallen zu lassen, ist mir schleierhaft. Laut Fridays for Future werden jedes Jahr in Deutschland 133 Millionen Euro verballert – und damit jede Menge Feinstaub. Hinzu kommen Müll, Lärm und die darunter leidenden Haus-, Zoo- und Wildtiere. Das neue Jahr ist erst sechs Tage alt, und ich habe noch die Erwartung und die Hoffnung auf eine Besserung der Menschheit in ihrem Konsum und ihrem Verhalten. Die Discounter dieser Welt werden mir ebenso wenig die Laune verderben wie ihre Trumps, wenn ich gemeinsam mit meiner Generation für eine lebenswerte Zukunft kämpfe. Bis neulich, Eure BAte

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