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Politik Am Goethe-Gymnasium in Bensheim stellten sich junge Vertreter einiger Parteien den Fragen der Schüler

Junges Engagement für die anstehenden Europawahlen

Aufgrund der Europawahlen am Sonntag, 26. Mai, riefen einige Schüler des Goethe-Gymnasiums in Bensheim in Zusammenarbeit mit der Schülervertretung verschiedene Projekte ins Leben, die sich mit Europa an sich und den bevorstehenden Wahlen beschäftigten.

Das Goethe-Gymnasium gehört seit 2000 zu den hessischen Europaschulen, wodurch ein besonderes Augenmerk auf den interkulturellen Austausch gelegt wird. Im Rahmen einer sogenannten „Europawoche”, wurden in der letzten Woche Präsentationen der erarbeiteten Ergebnisse vorgestellt. Das Ziel dieser Arbeiten sei es, ein Bewusstsein für Europa und die Verantwortung des Wählens zu entwickeln, so Anja Gramatzki, Mitglied der Schülervertretung.

Neben einer Juniorwahl und einer Podiumsdiskussion, gab es auf dem Heppenheimer Marktplatz ein Konzert eines Schulchores für Demokratie und ein friedliches Miteinander. Außerdem fanden in der Europawoche mehrere Austausche mit Schulen im europäischen Ausland statt.

Podiumsdiskussion zur Europawahl

Auch politische Gäste wurden aufgrund der am 26. Mai stattfindenden Europawahlen eingeladen. Am 7. Mai fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern einiger Jugendparteien im Rahmen der Europawoche der Schule statt. Als Vertreter der eingeladenen Parteien waren für Die Linke Elisabeth Kula, Mitglied der Fraktion im hessischen Landtag zu Besuch. Für die Jusos (Jungsozialisten) war Vivien Constanzo vor Ort. Moritz Müller vertrat die Grüne Jugend Kreis Bergstraße und für die Junge Liberale sprach Georg Landwehrmann, der Vorsitzende der JuLis im Kreis Bergstraße und ehemaliger Landtagskandidat. Zuletzt beantwortete Jan-Hendrik Emig, Vorsitzender im Junge-Union-Flächenverband Weschnitztal, die Fragen der Schüler..

Die Politiker beantworteten in 90 Minuten Fragen zu den Themen Klimaschutz, Rechtsdruck in Europa, soziale Gerechtigkeit und ihrer jeweiligen Flüchtlingspolitik. Auch über kritische Zukunftsfragen wurde diskutiert und schlussendlich konnten die rund 200 Schüler der Oberstufe ihre Fragen stellen und Kritik äußern. In einigen Punkten, wie zum Beispiel dem Umgang mit sozialer Gerechtigkeit, gingen die Meinungen der Referenten auseinander. Jedoch waren sich alle einig, dass die Europäische Union ein wichtiger Verbund aus Mitgliedsstaaten sei, den es zu schützen gelte. Dafür sei es notwendig bei den Europawahlen am 26. Mai wählen zu gehen und von seiner Stimme Gebrauch zu machen.

Wählen – auch für unter 18-Jährige bei den Juniorwahlen

Die Chance auf eine Wahl für unter 18-Jährige gab es zum Beispiel auch am Goethe-Gymnasium. Zusammen mit dem Wahlkurs „Europa” der zehnten Klasse organisierten die Mitglieder der Schülervertretung Lisanne Breitenbach, Anja Gramatzki und Moritz Bischof eine Juniorwahl, bei der alle Schüler des Goethe-Gymnasiums ab der siebten Klasse die Möglichkeit hatten, zu wählen. Innerhalb von vier Tagen wurde in der Mephisto-Lounge der Schule ein Wahllokal aufgebaut, wo alle Schüler nach realistischen Bedingungen wählen konnten. Materialien wurden vom Veranstalter „Juniorwahlen” zur Verfügung gestellt, welche die Wahlergebnisse letztendlich einsammelten und zu einer schul- und länderübergreifenden Statistik umwandelten.

Anja Gramatzki sagte, die Idee dahinter sei es, jungen Menschen ein Gefühl dafür zu geben, wie es sei zu wählen und ihr politisches Bewusstsein zu fördern. „Außerdem möchten wir in der Europawoche Wahlen etablieren und die Schüler mit dem Wählen vertraut machen. Vor allem bei den bevorstehenden Wahlen, da die Wahlbeteiligung dort ja eher gering ist”, sagte die Organisatorin der Juniorwahlen Anja Gramatzki zu der Frage nach der Motivation für ein solches Projekt. Yara Völker

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