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Eigene Meinung Ein Mitglied der BAnane-Jugendredaktion macht die Unterschiede zu mittelalterlichen Zeiten deutlich

Kein Vergleich mit den Zeiten der Pest

Archivartikel

672 Jahre hat es gedauert, doch nun scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Eine unheimliche Seuche entwickelte sich in Asien und verbreitet sich schließlich über den gesamten europäischen Kontinent. Ist Corona etwa die Pest der Neuzeit?

Der schwarze Tod hatte es leicht: Bei der Pest handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die in den elenden hygienischen Verhältnissen der damaligen Zeit ihren Nährboden fand. Da die mittelalterliche Medizin jedoch gerade in Europa unterentwickelt war, sahen die Menschen in der Seuche eine Strafe Gottes, wodurch das Bekämpfen der Krankheit über Jahre aussichtslos erschien und mehr als ein Drittel der damaligen Bevölkerung Europas problemlos ausgerottet werden konnte. Corona dagegen trifft uns in Hightech-Zeiten, schon längst weiß man mehr als die Menschen jahrelang über die Pest wussten, gleichzeitig gibt es heute die Intensivmedizin, die Menschen, die eigentlich dem Tode geweiht wären, aufpäppelt. Trotzdem scheint sich das Verhalten der Gesellschaft in vielen Fällen zu wiederholen. Schon zu Zeiten der Pest gab es solche, die sich abschotteten, und andere, die die tödliche Gefahr als Anlass sahen, exzessive Feiern wie „Corona-Partys“ zu feiern. Auch ist zu erwarten, dass die derzeitige Pandemie nicht der letzte Ausbruch der Lungenkrankheit sein könnte, so wie es auch bei der Pest war. Dennoch hinkt der Vergleich zwischen Pest und Corona, denn nun liegt es in unserer Hand, eine Krankheit zu besiegen, wir sind nicht mehr wie im 14. Jahrhundert allein auf unsere Gebete angewiesen. Alexander Rhein

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