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Pfand Wer seine Flaschen und Dosen nicht im Supermarkt abgeben möchte, kann Sammlern helfen – mehrere Kampagnen zeigen, wie das geht

Knapp daneben statt voll ins Schwarze – mit Leergut Gutes tun

Liegt das an meiner Wahrnehmung oder ist das jemand anderem auch schon aufgefallen? Ich sehe in den vergangenen Jahren – vor allem in größeren Städten, aber natürlich auch bei uns in der Region – immer mehr Menschen, die Pfandflaschen und -dosen aus öffentlichen Mülltonnen fischen. Aber es könnte doch so viel leichter sein. Die Flaschen wegzuwerfen geht zudem natürlich auch zulasten der Umwelt, und genau dagegen sollten wir vorgehen. Jährlich werden außerdem circa 180 Millionen Euro an Pfand weggeworfen.

Wenn man schon keine Lust hat, seine Flaschen selber zum Supermarkt zu bringen, kann man auf verschiedenen Wegen sein Pfand spenden und so den Menschen, die Pfandflaschen sammeln, ihr Leben ein kleines Stück einfacher machen. Darauf zielt auch die Kampagne „Pfand gehört daneben“ ab – weil man Geld nicht einfach wegwirft.

Das Konzept ist einfach: Pfandflaschen neben die öffentlichen Tonnen stellen, dann kann sich jeder, der möchte, diese einfach nehmen. Allerdings sehe ich an dieser Stelle auch ein kleines Problem: Zu leicht können Flaschen so kreuz und quer durch die Gegend fliegen, sei es durch Wind oder durch Leute, die sie vorsätzlich umwerfen. Eine tolle Lösung für dieses Problem habe ich in der Stadt Lampertheim entdeckt: Pfandringe. Um die öffentlichen Mülleimer im Stadtpark sind Metallringe mit Löchern angebracht, in die man ganz einfach ein Paar Flaschen stecken kann. So fliegt der Müll weniger leicht davon und ein Pfandsammler kann sich ohne Verletzungsrisiko einfach bedienen.

Andere kleine Helfer sind wie immer: Apps. Apps wie „pfandweg“ oder „pfandgeben“ ermöglichen es ganz einfach, gesammelte Pfandflaschen einzustellen. Ein Pfandsammler kann sich dann über die App informieren, wo er in der Nähe Pfandflaschen abholen kann und über welchen Betrag.

Ich finde, diese unterschiedlichen Angebote bieten die Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die Umwelt wird geschont, und man hilft vielleicht noch dem einen oder anderen Menschen, der auf das Pfandgeld angewiesen sein könnte. Cara Metzner

Info: www.pfand-gehoert-daneben.de; www.pfandring.de, www.pfandgeben.de, www.pfandweg.de

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