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„Mehr Bewegung, weniger sozialer Druck“

Keine Handys mehr? Das ist für viele Schüler der schlimmste Alptraum. Und genau da liegt das Problem. Laut Studien der Huffington Post verbringt der Mensch im Schnitt rund ein Drittel seines Tages am Handy, was vor allem gesundheitliche Konsequenzen nach sich zieht. Statt Fangen zu spielen besteht die Pausenbeschäftigung vieler Schüler nun im Simsen oder in Online-Spielen. Durch ein Handyverbot an Schulen würden sportliche Aktivitäten während der Pausen wieder vermehrt in den Fokus der Kinder rücken.

Zudem herrschen momentan an jeder deutschen Schule andere Regelungen bezüglich der Handynutzung. Bei den einen schreibt die Hausordnung vor, dass Smartphones grundsätzlich ausgeschaltet sein müssen. Bei den anderen dürfen die Handys nur in den Pausen genutzt werden. Kein Wunder also, dass sich einige Schüler ungerecht behandelt fühlen. Ein bundesweites Verbot hingegen würde gleiche Rechte für alle schaffen.

Außerdem hätte ein Handyverbot eine ähnliche Wirkung wie die Einführung von Schuluniformen. Denn längst ist selbst den jüngsten Schülern bewusst, dass es teure und günstige Handy-modelle gibt, an denen man sich messen kann. Mit einem Verbot würde der ständige Vergleich von Smartphonemarken zumindest in der Schule ein Ende haben.

Zu guter Letzt würde ein Verbot nach französischem Vorbild nur Kinder, die jünger als 16 Jahre sind, betreffen. Schülern, die diese Altersgrenze bereits überschritten haben, wird in unserem Nachbarland genug Verantwortungsbewusstsein zugetraut, um selbst zu entscheiden, wann das Handy auch mal zur Seite gelegt werden kann. Laura Kress

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