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Selbstversuch BAnane-Mitarbeiterin Yara macht den Test „Erholung mit dem Smartphone“

Mit Entspannungs-Apps gegen den Stress

Stress, den kennen wir alle. Aber was er mit uns macht oder was wir dagegen machen können, wissen wir oft nicht. Handy-Apps zur Entspannung sind hier eine mögliche Lösung. Diese liegen aktuell ganz weit vorne in den App-Charts. Ich habe eine Woche lang die Apps „7mind”, „5-Minuten Flucht” und die App „Calm” getestet und werde hier meine Erfahrungen zusammenfassen.

Alle drei Apps sind anfangs erstmal kostenlos und für Android und IOS verfügbar. Aber zuallererst möchte ich die Frage klären, weshalb man sich jeden Tag eine Auszeit des Alltags gönnen sollte.

Zuviel Stress ist ungesund

Ursprünglich ist Stress nichts Negatives und dient dazu die Leistungsfähigkeit unseres Körpers zu steigern. Erst bei dauerhafter Belastung durch Stress treten Symptome wie Herzrasen, Schwindel oder Nervosität und Reizbarkeit auf.

Dauerhaft Gestresste haben sogar ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Um irreparable Schäden vorzubeugen helfen beispielsweise Meditationen, die man in den Alltag integriert. Forschungen ergeben immer wieder, dass Meditation beispielsweise die Stimmungslage, die Gedächtnisleistung, die visuelle Aufmerksamkeit, die Konzentrationsfähigkeit sowie kognitive Fähigkeiten fördert beziehungsweise verbessert. Außerdem kann man Krankheiten vorbeugen und einen fokussierten Blick auf die Aufgaben des Alltags bekommen.

Und genau hier setzen die Entspannungs-Apps an: „7mind” beispielsweise gibt ein siebentägiges Programm vor, bei dem man jeden Tag sieben Minuten meditiert. Die täglichen Übungen helfen einem, sich ganz auf sich selbst zu konzentrieren, Emotionen wahrzunehmen und loszulassen.

Selbst für Anfänger gestaltet sich das Entspannen mit den geführten Meditationen sehr einfach und problemlos. Die App setzt auf ein schlichtes Design und lässt sich einfach bedienen. Wer eine App sucht, die nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, kostenlos ist und ihren Zweck erfüllt, sollte sich „7mind“ einmal anschauen.

Eine weitere App, die sich auf die tägliche Entspannung spezialisiert, ist die App „5-Minuten Flucht”. Sie trainiert die Vorstellungskraft und sorgt so für innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Dazu stellt sie acht Fantasiereisen zur Verfügung – von der „Tropischen Insel“ über die „Privatyacht“ bis hin zu den „Schweizer Bergen“. Die Zeit der jeweiligen Meditationen darf man selbst bestimmen.

Die kürzeste Meditation dauert fünf Minuten, und die längste beschränkt sich auf insgesamt zehn Minuten. Das Gute an der App ist, dass man eine leitende Stimme bei der geführten Meditation hat, aber auch Klänge und Entspannungsmusik. Man hat die Wahl zwischen verschieden gestalteten Meditationsarten mit unterschiedlichen Fantasieorten.

Allerdings sind nur kleine Teile des Programms kostenlos. Für die kompletten Funktionen der App muss man monatlich immerhin 6,99 Euro bezahlen, was sich eher für fortgeschrittene Meditierende eignet.

Die letzte App im Test ist „Calm – Mediate, Sleep, Relax”, die vermutlich das größte kostenlose Programm anbietet. Der Unternehmer in der Computerspielbranche Brite Michael Acton Smith, litt selbst jahrelang unter Stress und suchte nach einer Möglichkeit, nicht nur sich selbst zu heilen, sondern auch andere Menschen daran teil haben zu lassen.

Dabei entstand die App „Calm – Mediate, Sleep, Relax“. Auch hier gibt es ein Sieben-Tage-Programm, welches in die Grundlagen der Meditation einführt. Außerdem bietet die App unzählige Einschlafgeschichten, Naturklänge und Entspannungsmusik. Das einzige Problem ist, dass die App lediglich auf Englisch existiert. Wen das aber nicht stört, ist mit der App „Calm – Mediate, Sleep, Relax“ meiner Meinung nach am besten aufgehoben.

Ausprobieren lohnt sich

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich das Ausprobieren einer Entspannungs-App auf jeden Fall lohnt. Meiner Meinung nach ist es aber nicht nötig hierbei Geld auszugeben, da es auch auf YouTube unzählige Meditationen und Entspannungsmusik gibt, die mindestens genauso themenreich angeboten werden. Zum Einstieg sind die vorgestellten Apps aber ein schneller und unkomplizierter Einstieg, der sich lohnt. Yara Völker

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