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Erfahrungsbericht Rund 250 Lasertag-Arenen gibt es in Deutschland – BAnane-Autorin Sophia Rhein hat den Trendsport ausprobiert

Mit Freunden auf geheimer Mission unterwegs

Auf einer geheimen Mission mit Freunden Aufgaben lösen und dabei gegnerische Teams aus der Reserve zu locken, klingt eigentlich nach einem neuen „Mission impossible“-Film. Doch endlich ist es auch außerhalb von Hollywood (und den PC-Spielen) möglich, in eine dieser Rollen zu schlüpfen. Ermöglicht wird uns das Geheimagentendasein in schätzungsweise 250 Lasertag-Arenen deutschlandweit. Nachdem mir zahlreiche Freunde immer wieder von den Erlebnissen in dieser „Parallelwelt“ berichtet haben, habe ich vor ein paar Wochen auch endlich einmal an dem modernen Trendsport teilgenommen.

Schon der Weg zu der Location war ein Abenteuer für sich. Zwar hatten wir die Adressen, doch als sich dort auf dem ersten Blick nur eine verlassene Fabrik befand, wurden wir stutzig. Wir fuhren die Straße noch einmal entlang und beschlossen dann doch, in das herunter gekommene Gebäude einzutreten. Eine düsterte Treppe, die sicher als Szenario für einen „Saw“-Film dienen könnte, führte uns schließlich zu einem Keller, der uns mit Schwarzlicht umhüllte. Im ersten Moment fragte ich mich, ob jeder einzelne von uns die 20 Euro an anderer Stelle nicht besser investiert hätte. Doch nach einer kurzen Einführung überreichte man uns die Westen mit den Waffen und ließ uns in den spärlich beleuchteten Parcours eintreten.

Sofort heftete ich mich an die anderen Teilnehmer und taggte fröhlich vor mich hin, wäre da bloß nicht immer wieder meine Pistole abgeschaltet worden, da ich von anderen Mitspielern getroffen wurde. Nach einer Viertelstunde ging das Licht plötzlich an und wir wurden angewiesen, zum Eingang zurückzukehren. Heiß darauf, mein Ergebnis zu erfahren, rannte ich direkt zu den Bildschirmen und musste enttäuscht feststellen, dass meine Technik „Angriff ist die beste Verteidigung“ beim Taggen leider nicht zielführend war.

In den nächsten Runden ging ich vorsichtiger vor und achtete darauf, immer in der Nähe meines Teams zu bleiben, dafür wurde ich auch mit einer besseren Platzierung belohnt. Schnell merkte ich, dass der Spielspaß in einer Runde extrem an die jeweilige Aufgabe gekoppelt war, vor die man gestellt wurde. Manchmal wünschte ich mir, die Runde würde doppelt solange gehen, manchmal hätte ich gerne nach nur fünf Minuten aufgehört.

Als wir Stunden später die Arena verließen, bemerkte ich erst, wie anstrengend Lasertag sein kann. Obgleich ich in meiner Freizeit sehr viel Sport treibe, konnte ich danach kaum noch meinen Arm hoch halten. Außerdem war ich ziemlich verschwitzt.

Mein Fazit fürs Taggen lautet: Für alle, die sich zusammen mit ihren Freunden einmal eine Alternative zum Bowlen wünschen, kann ein Abend beim Lasertag wirklich erfrischend sein. Allerdings ist dies von nun an definitiv nicht meine neue Freizeitbeschäftigung Nummer eins. Das Spiel ging teilweise zu schnell und es störte mich, dass man jedes Mal, wenn man getroffen wurde, 30 Sekunden lang nichts tun konnte. Sophia Rhein

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