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Reisebericht II Auch in Deutschland lässt sich der Urlaub verbringen

Mit Freunden im Ferienhaus

Archivartikel

Es sind Sommerferien, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass das Coronavirus weiterhin präsent und gefährlich ist. Doch den ganzen Sommer zuhause herumsitzen und nichts tun, ist auch langweilig. Also haben ein paar meiner Freunde und ich uns dazu entschlossen, uns in unsere Autos zu setzen und in Richtung Norden bis nach Bad Bentheim zu fahren. Dort hatten wir in einer Parkanlage, die von vielen weiteren Gästen aus ganz Deutschland und auch den Niederlanden genutzt wird, ein Ferienhaus gemietet.

Gemeinsam Tagesplan festgelegt

Nach der doch sehr langen Fahrt und eigentlich während des gesamten Aufenthalts gab es nur wenig bis gar keine Verpflichtungen für uns. So war es aber umso interessanter zu sehen, dass trotzdem jeder jedem geholfen hat. Es wurde meist zu dritt gekocht und jeden Tag aufgeräumt. Die „Tagesplanung“ wurde immer am Frühstücks- beziehungsweise Abendessenstisch besprochen, wobei man immer auf einen gemeinsamen Nenner kam. Im Vorhinein war nur klar, dass man mindestens einmal einen Tagesausflug in die Niederlande machen möchte, um dort in großen Shoppingmalls einkaufen zu können. Dort war es sogar möglich, ohne Mund-Nasen-Bedeckung herumzulaufen – auch in Geschäften.

Prinzipiell läuft man natürlich immer Gefahr, dass man, wenn man ohne einen wirklichen Plan in den Urlaub fährt, nichts Neues erlebt und nur in seinen angemieteten vier Wänden sitzt. Wir, als doch sehr junge Gruppe, hielten uns auch überdurchschnittlich viel in unserem Ferienhaus beziehungsweise auf dem Gelände auf. Hierbei wurde es aber auch nie langweilig. Es lief den ganzen Tag lang Musik über die hausinterne Anlage, welche wir mit einem Mischpult verfeinerten, und es ergaben sich viele interessante oder auch lustige Unterhaltungen. Vor allem hatte jeder Spaß. Es wurde sehr oft sowohl miteinander aber auch übereinander gelacht, was uns gezeigt hat, wie gut man sich doch miteinander versteht.

An einem Tag wurde beim Frühstück gemeinsam beschlossen, dass man in die schöne Innenstadt Bad Bentheims gehen möchte. Da einzelne aber etwas faul oder schwer zu Fuß waren, erklärte sich kurzerhand eine Person bereit, diese mitzunehmen, und der Rest ist in der Zeit zu einem vereinbarten Treffpunkt gelaufen. Die Autofahrten selbst waren schon schön genug. Mit Freunden zusammen in einem Auto zu sitzen, Musik zu hören und in einer völlig neuen Stadt zu sein, in der man sich erst mal zurechtfinden muss, ist zugleich witzig, aber auch eine kleine Herausforderung.

Bad Bentheim selbst ist eine sehr schöne Stadt, die auch eine Burg hat. Diese haben wir besichtigt, wobei aber niemand so begeistert davon war, sodass wir uns nicht länger als nötig darin aufgehalten haben. Zusätzlich zu den entspannten Couchabenden war uns bei der Buchung aber eines doch recht wichtig: Wir wollten eine Sauna im Haus.

Nach der Sauna zur Abkühlung raus in den Nieselregen

Diese hatten wir glücklicherweise dann auch und benutzten sie jeden Abend fast durchgehend. Nachdem man dann in der Sauna war, haben sich die meisten schnell noch nach draußen begeben und somit sogar das eher weniger optimale Wetter gut genutzt. Hierzu stellte man sich unter ein Vordach oder kurz in den kühlen Nieselregen, der fast die ganze Woche über Bad Bentheim war und genoss die Abkühlung nach der heißen Sauna.

Am Ende der fünf Tage ging es für uns alle wieder nach Hause. Einige fuhren früh am Morgen, andere erst nachmittags. Aufgeräumt wurde aber zusammen. Als schließlich alle gesund und munter wieder zuhause waren, wurde klar festgelegt: Nächstes Jahr müssen wir das Ganze wiederholen. Marco Mautry

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