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Motoren aus!

Was sich gehört und was nicht, darüber hat die Gesellschaft immer eine Meinung. Die Deutschen sind sich darüber einig, dass es sich nicht gehört, mit Essen zu spielen, mit vollem Mund zu sprechen oder mit dem nackten Finger auf angezogene Leute zu zeigen. Doch dann gibt es weitere No-Gos, die kurzzeitige Phänomene darstellen. Vor einigen Jahren war es zum Beispiel fast schon verpönt, blaue und schwarze Klamotten zu kombinieren oder Tätowierungen dort zu tragen, wo man sie sehen kann. In Zeiten der Stop- and Go-Automatik sollte man hingegen schief angeguckt werden, wenn der Motor im Stand weiterläuft – oder? Leider nein, lautet mein Fazit, denn immer öfter werde ich mit stehenden Autos und laufenden Motoren konfrontiert. Ob vor dem Bahnübergang, an der roten Ampel und sogar vor dem Laden – die Leute lassen ihre Motoren laufen, und in einer Stadt wie Bensheim, die sowieso Probleme mit der Feinstaubbelastung hat, sinkt die Luftqualität weiter. Erstmals aufgefallen ist mir diese Unsitte allerdings in Zwingenberg. Am Kreisel wird gebaut, und er ist nur einseitig befahrbar. Eine zusätzliche Ampel wurde errichtet, um den Verkehr zu lenken. Obwohl allen Verkehrsteilnehmern klar sein sollte, dass es eben dauert, bis die Ampel umspringt, macht kaum jemand seinen Motor aus. Und obwohl die Anlieger auf Schildern darum bitten, bleiben die Motoren an. Liebe Leute, der Umwelt, den Anliegern und den nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern, die alles, was aus eurem Auspuff kommt, einatmen, zuliebe: Macht die Motoren aus! Bis neulich, Eure BAte

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