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Brauchtum In christlich geprägten Ländern auf der gesamten Welt wird am kommenden Wochenende der Auferstehung Jesu gedacht

Ostern – ein buntes Fest

Momentan befinden wir uns mitten in der Fastenzeit, die an Ostersonntag beendet wird. Wie in Deutschland wird am 21. April das Osterfest und damit die Auferstehung Jesus auch in vielen anderen Ländern gefeiert. Dieser Tag wird in den meisten Familien mit der traditionellen Eiersuche und dem gemeinsamen Gang in die Kirche zelebriert. Aber wie wurde der Hase eigentlich mit Ostern in Verbindung gebracht und wie läuft diese Zeit in anderen Ländern der Erde ab?

Der Osterhase

Der Osterhase gehört seit Generationen zu Ostern dazu. Er bringt die bunten Eier und versteckt sie im Garten oder im Haus, damit wir sie am Ostersonntag suchen können. Aber warum ausgerechnet ein Hase? Woher kommt diese Vorstellung und wie ist sie so populär geworden? Der Osterhase findet seinen Ursprung im 17. Jahrhundert. Damals wurde dem Hasen nachgesagt, dass er nicht schlafe, weil er keine Augenlider hat. Dadurch wurde er in Verbindung mit Jesus gesetzt, der dem Tod auf wundersame Weiße nicht entschlafen ist. Auch durch Naturalzinsen, die zu Ostern fällig waren und oft mit Hasen beglichen wurden, wurde die Vorstellung, der Osterhase bringe zu Ostern die Eier, befördert und populär gemacht. Diese Darstellung hat sich bis heute in den Köpfen der Menschen gehalten.

Ostern in Nigeria

Auch für die Christen in Nigeria ist Ostern einer der Höhepunkte des Jahres. Da das Land in der Vergangenheit durch die Politik sämtlicher Diktatoren sehr gelitten hat und bis heute sehr arm ist, ist der Glaube für die Menschen dort sehr wichtig. Die Feierlichkeiten beginnen an Palmsonntag, dem letzten Sonntag vor dem Osterfest. Morgens gehen viele Menschen zur heiligen Messe in die Kirche. Das Highlight des Tages ist die spätere Prozession, bei der die Christen mit Palmzweigen durch die Straßen ziehen. Dazu wird gesungen und getanzt und somit die Karwoche eingeleitet. An Karfreitag und Ostersamstag finden weitere Kirchgänge statt. Durch die schwarze Kleidung und die Stille soll an Jesus Kreuzigung erinnert werden. In der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag ändert sich diese ruhige Stimmung jedoch schlagartig. Überall in den Straßen ertönt laute Musik, die Menschen tragen weiße Gewänder, zünden Osterfeuer an und erinnern damit an die Auferstehung. Das Osterfest klingt an Ostermontag im Kreise der Familie, mit vereinzelten Gottesdiensten schließlich aus.

Ostern in Brasilien

Ähnlich wie in Nigeria und Deutschland wird die Osterzeit in Brasilien mit den Ritualen der Karwoche eingeleitet. Während dieser Zeit nehmen die Menschen an verschiedenen Prozessionen und Märschen, zum Beispiel zur Statue der Jungfrau Maria, teil. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Marcela Blume, die von den Christen dort verehrt und an Palmsonntag mit in die Kirche genommen wird, um dort den Segen des Priesters zu erhalten. Wenn die Blume schließlich verwelkt ist, wird sie als Kraut verwendet, das angeblich sogar Krankheiten heilen soll.

An Ostersonntag gibt es in Brasilien keine Ostereiersuche. Stattdessen gibt es viele Veranstaltungen und Umzüge, mit denen Jesus Auferstehung gefeiert wird. Das typische Osteressen besteht aus Fischgerichten, selbst gemachten Schokoladen Eiern und einem Oster-Gugelhupf. Eine besondere Oster-Delikatesse ist außerdem „Pacoca“, das aus gehackten Nüssen und Zucker zubereitet wird. Die restlichen Feiertage werden auch hier im Kreise der Familie verbracht. Mia Eck

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