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Ada Lovelace Die Engländerin leistete im 19. Jahrhundert gegen alle Widerstände ihrer Zeit wichtige Pionierarbeit für unsere heutigen Computer

Programmieren? Frauensache!

Archivartikel

Über hundert Jahre, bevor der erste Computer erfunden und in Betrieb genommen wurde, hatte die Britin Ada Lovelace, geboren 1815, schon längst ein Computerprogramm geschrieben.

Als Frau im viktorianischen Zeitalter hatte sie es nicht leicht, sich ihr Wissen anzueignen. Der Zugang zu öffentlichen Schulen und Bibliotheken blieb ihr offiziell verschlossen. Ihre Mutter sorgte dafür, dass sie mithilfe eines Hauslehrers einen hohen Bildungsstand erreichen konnte. Mit zwölf Jahren wollte sie ihre eigene Flugmaschine bauen. Die Faszination für die Naturwissenschaften teilte sie mit ihrem Mann, der ihr durch seinen Beruf wissenschaftliche Schriften weiterleiten konnte.

1843 trat der Wissenschaftler Charles Babbage mit der Bitte an sie heran, den Entwurf für seinen mechanischen Rechenautomaten aus dem Französischen ins Englische zu übersetzen. Diese analytische Maschine sollte eigenständig Rechenaufgaben lösen können. Lovelace durfte der Übersetzung ihre eigenen Anmerkungen anfügen. Die Mathematikerin erkannte schnell, dass Babbages Entwurf weit mehr als eine einfache Rechenmaschine werden könnte. Sie stellte fest, dass der Apparat zur maschinellen Informationsverarbeitung genutzt werden könnte. Sie fand heraus, dass die Mathematik eine Sprache sein kann, die auf Symbolen aufbaut.

Ihre Arbeit gilt als erste Programmiersprache der Welt, Lovelace selbst als eine Vordenkerin der Informatik. Die beschriebenen Techniken sind heutzutage zwar nicht praktisch anwendbar, sie stellen aber dennoch die Grundidee von modernen Computerprogrammen dar. Alisa Kavelj

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