Bananeweb

„Raser gehören auf die Rennstrecke“

Die Freiheit der Person ist im deutschen Grundgesetz festgeschrieben. Trotzdem hat dieses Recht seine Grenzen. Nämlich dann, wenn das eigene Handeln die Sicherheit anderer beeinträchtigt, was bei schnellem Fahren auf der Autobahn wohl offensichtlich der Fall ist. Ein Fahrer, der mit 200 km/h die Straße entlang rast, hat zwar die Freiheit, für sich selbst das erhöhte Risiko eines Unfalls in Kauf zu nehmen. Unbeteiligte, die zufällig in die Verkehrskarambolage verwickelt werden können, werden allerdings nicht vor diese Wahl gestellt. Würde aber ein Tempolimit für alle deutschen Autobahnen erlassen werden, würde die Anzahl durch hohe Geschwindigkeiten verursachter Unfälle drastisch zurückgehen. Und auch die Umwelt würde von Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen profitieren. Ein Tempolimit von 120 km/h würde beispielsweise eine Ersparnis von rund drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr zur Folge haben. Außerdem haben Untersuchungen des Verkehrsclubs Deutschland ergeben, dass sich die Anzahl von Staus reduzieren würde. Durch ein Tempolimit würden hohe Geschwindigkeitsunterschiede und häufige Spurwechsel, welche die Hauptursachen von Staus sind, gesenkt werden. Zu guter Letzt sollte die Tatsache bedacht werden, dass Deutschland momentan das einzige europäische Land ist, das auf Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen verzichtet. Die deutsche Regierung sollte sich also an ihren europäischen Partnern ein Beispiel nehmen und die Sicherheit der Bürger nicht von den Interessen der Automobilindustrie abhängig machen, indem sie auf ein Tempolimit verzichtet. Raser gehören schließlich auf die Rennstrecke! Laura Kress

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel