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Schlaflos

Archivartikel

Und wieder einmal liege ich wach, kann nicht schlafen. Ich drehe mich im Bett um, schaue auf die Uhr. Es ist Mitternacht. Ich liege schon seit zwei Stunden hier. Ich bin müde, aber mein Kopf kommt nicht zur Ruhe. Meine Gedanken hören einfach nicht auf zu kreisen. Es gibt Tage, da geht es mir gut und ich bin sehr ruhig – und trotzdem hören diese Stimmen in meinem Kopf einfach nicht auf zu denken. Es ist nicht so, dass ich über etwas Bestimmtes grübeln würde. Ich denke irgendwie an nichts und gleichzeitig an alles. Ich döse vor mich hin, aber so richtig einschlafen werde ich nicht. Heute nicht. Und morgen werde ich bereits mittags Angst haben ins Bett zu gehen, da ich befürchte, wieder nicht schlafen zu können. Ich schaue auf die Uhr. 2 Uhr nachts. Ich habe schon etliche Podcasts angehört. Den Geschmack meines Beruhigungstees hab ich mittlerweile permanent auf der Zunge. Ich knipse das Licht an. Ablenken, sagen sie. Lauf durch das Haus, mach irgendetwas, bis du wieder müde wirst. Also räume ich auf, doch werde gleichzeitig nervös, weil ich daran denke, dass mich genau das wieder wacher machen könnte. Noch wacher. Dabei sind meine Beine doch so schwer. Ich setze mich ins Bett, nehme mir ein Buch und versuche mich in die Welt dessen zu flüchten. Es bringt nichts. 4 Uhr morgens. Bald muss ich wieder aufstehen. Wie soll ich den Tag überleben, wenn ich keinen Schlaf bekommen habe? Wie soll ich mich auf die Arbeit oder das Lernen konzentrieren? „Du bist jung“, sage ich mir selbst, kurz bevor ich merke, wie meine Gedanken mir entgleisen. „Diese Zeiten überstehst du und irgendwann wirst du wieder normal schlafen können.“ Einen Hauch später klingelt der Wecker. Zeit zum Aufstehen. Bis neulich, Eure BAte

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