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Selbstversuch BAnane-Autorin Yara hat sich selbst die Grundlagen des Gitarrenspiels beigebracht – und zieht ein positives Fazit

Schnelle Fortschritte in kurzer Zeit

Archivartikel

Schon immer finde ich Instrumente spannend, weil durch sie die enorme Vielfalt der Musik entsteht. Ich habe als Kind in einer Musikschule das Geigespielen gelernt, und später brachte ich mir Akkorde für das Klavier bei.

Leider kann man mit der Geige nur schwer Gesang oder andere Instrumente begleiten, und ein Klavier ist zu schwer, um es einfach mal so mitzunehmen. Also habe ich mir jetzt vorgenommen, die Grundlagen des Gitarrenspielens zu lernen.

Lauteninstrumente wie die Gitarre waren bereits vor 5000 Jahren in Gebrauch. Ein der europäischen Laute ähnliches Instrument ist bereits auf einem Relief aus dem Tempel des Hammurapi von Babylon (1792-1750 vor Christus) zu finden. Die spanische Vihuela aus der Renaissance ist die Vorform der heutigen Gitarre.

Praktisch für Anfänger

Die Gitarre, egal, ob Konzert-, Western- oder E-Gitarre, ist meiner Meinung nach ein sehr praktisches Instrument, da man sie recht einfach überall mit hinnehmen kann. Außerdem ist es nicht das anspruchsvollste Instrument, also ist die Gitarre auch gut für Musikanfänger geeignet.

Ich hatte mir also ein Ziel gesetzt: Ich lerne Gitarre zu spielen, so schnell ich es eben kann, und halte meine Erfolge schriftlich fest, um später zu sehen, wie es voran ging, und wo ich Schwierigkeiten hatte. Ich beschränkte mich in meinem Experiment auf das Lernen der Akkordgriffe, da dies die Grundlage zum Begleiten von Liedern ist, was mein Hauptziel war.

Erste Woche: Ich habe mir als Erstes ein Lied mit nur wenigen und einfachen Akkorden herausgesucht. In meinem Fall war das das Stück „Someone like you“ von Adele. Dieser Song hat in seiner einfachsten Form nur vier Akkorde: G, D, Em und C. Ich habe im Internet nach den Griffen der jeweiligen Akkorde gesucht und wurde schnell fündig. Auch auf Youtube fand ich erklärende Videos für Anfänger.

Generell war das Internet in meiner Zeit des Selbstversuches mein bester Freund, um die Technik nachzuschauen. Zugegeben klangen meine ersten Versuche auf der Gitarre nicht wirklich gut, und anfangs fiel mir die ungewohnte Haltung der Finger durchaus schwer, aber es ist wichtig, Geduld zu haben und nicht aufzugeben, denn es lohnt sich, wie ich jetzt nach dem Versuch weiß.

Zweite Woche: Jeden Tag wird es besser. Und die Erfolge bleiben nicht aus. Die Haltung der Finger, um die richtigen Saiten zu greifen, wird immer selbstverständlicher, und ich habe eine kleine Sammlung von Akkorden, die ich auf viele bekannte Lieder anwenden kann.

Das Gute ist, dass man bereits mit vier Griffen mehr als zehn bekannte Songs spielen kann. Die Videos auf Youtube helfen enorm, wenn ich einmal nicht weiter weiß. Ich gebe einfach meine Frage in die Suchleiste ein und bekomme mehrere Antworten.

Dritte Woche: Meine ersten Versuche vor vertrautem Publikum liefen nicht schlecht. Meine Familie geht nicht mehr aus dem Raum, wenn ich mit der Gitarre hineinkomme (zugegeben, so schlimm war es nur ganz zu Beginn), und es fängt an, Spaß zu machen. Ich bin motiviert, in Zukunft das typische Zupfen, was zu einer normalen Melodie führt, ebenfalls zu lernen. Ich komme besser voran, als ich dachte. Wichtig ist, dass ich nicht aufhöre zu üben und dranbleibe.

Musizieren macht Spaß

Mein Fazit zu meinem Experiment ist positiv. Es hat sehr viel Spaß gemacht, durch einen einfachen Selbstversuch ein so deutlich messbares Ergebnis zu erzielen. Natürlich ist Musikunterricht besser, da man die korrekte Technik lernt, aber manchmal soll es eben schnell gehen – und der Unterricht ist auch nicht die günstigste Alternative. Dieses Experiment lässt sich mit jedem anderen Instrument ebenfalls durchführen.

Ich wollte euch nur zeigen, wie schnell man Erfolge erzielen kann und wie viel Spaß es macht, selbst mit einem Instrument Musik zu machen. Yara Völker

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