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Nachhaltigkeit Gebrauchte Ikea-Möbel können gegen einen Gutschein in den Einrichtungshäusern zurückgegeben werden

Schwedischer Möbelriese plant neues Second-Hand-Konzept

Archivartikel

Bis jetzt konnte man gebrauchte Möbel vorwiegend online kaufen, wie zum Beispiel auf eBay und der dazugehörigen Seite für Kleinanzeigen. Dabei bestand immer die Gefahr, dass diese dann doch anders sind als auf den Bildern oder Beschädigungen haben, von denen nicht berichtet wurde. Doch jetzt ändert sich etwas, denn das schwedische Möbelhaus Ikea steigt in die Second-Hand-Branche ein.

Seit Sommer vergangenen Jahres bietet das Einrichtungsgeschäft den Umtausch von Möbeln gegen einen Gutschein an. Die abgegebenen Waren werden dann in die sogenannte „Fundgrube“ gegeben und können von dort für einen niedrigeren Preis erstanden werden. Doch dabei gibt es einen Haken: Es können nur Regale, Kommoden, Sofas und Co. zurückgegeben werden, wenn diese zuvor auch bei Ikea gekauft wurden, von dem Möbelhaus selbst stammen oder zu einer bestimmten, bei Kunden sehr begehrten Produktkategorie gehören und noch in gutem Zustand sind. Eine direkte Auszahlung des Geldes ist außerdem nicht möglich, Kunden werden „nur“ mit einem Ikea-Gutschein bezahlt.

Möbel werden vor Verkauf repariert

Doch anscheinend kam genau dieses Konzept sehr gut bei den Kunden an, sodass Ikea sich jetzt dazu entschlossen hat, eine komplette Filiale mit gebrauchten Möbeln zu eröffnen. Dort werden zurückgegebene Artikel von Kunden oder beschädigte Möbel aus dem Warenhaus selbst verkauft. Doch man bekommt keine kaputte Warel, diese werden vorher repariert und so gut es geht in Schuss gebracht und dann für weniger Geld, aber entsprechend der Reparatur, verkauft.

Mit den Second-Hand-Shops setzt das schwedische Möbelhaus auf Nachhaltigkeit und ein klimafreundliches Konzept. Die recycelte Ware solle künftig ein neues Standbein von Ikea werden. Man habe sich zum Ziel gesetzt, „binnen zehn Jahren nur noch zu verkaufen, was nachhaltig produziert oder recycelt“ und so designet ist, dass alle Produkte wiederverwendbar sind oder recycelt werden können, so Jonas Carlehed, der Nachhaltigkeitschef von Ikea.

Viele sind von diesem Konzept begeistert, nicht nur wegen des Umweltaspektes. Ein weiterer Grund ist, dass sich diese Möbel dann auch Leute leisten können, die die finanziellen Möglichkeiten für teurere Einrichtungsgegenstände nicht nutzen könnten. Dies ist ein weiteres positives Argument. Bis jetzt steht der Plan erst, doch umgesetzt worden ist er noch nicht. Aber durch die durchaus positive Resonanz sollte die baldige Eröffnung eines Second-Hand-Ladens von Ikea nicht so weit entfernt sein. Um einen weiteren Eindruck zu gewinnen, hat die BAnane-Jugendredaktion Jugendliche zu dieser Idee befragt. Svenja Thomas

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