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„Selbstbestimmung statt Verpflichtung“

Meiner Meinung nach stellt sich immer noch die Frage, ob eine Organspende-Pflicht wirklich die Lösung ist. Zum einen leben wir in einem freien Staat, in dem die Selbstbestimmung eine wichtige Rolle spielt. Niemand sollte gezwungen sein, eine solche Entscheidung wählen zu müssen. Reicht es nicht, wenn sich Menschen aus Überzeugung für eine Spende entscheiden? Dies sind in Deutschland bereits rund 32 Prozent, die einen Spenderausweis besitzen. Außerdem könnte eine solche Pflicht zu einem organisatorischen Problem werden, weil sich die Frage stellt, wie ein solcher Ausweis aussehen sollte. In Großbritannien wird diskutiert, ob es einen Vermerk auf dem Führerschein geben soll. Aber nicht jeder Mensch besitzt eine Fahrerlaubnis. Ebenfalls müsste meiner Meinung nach erst einmal die Frage geklärt werden, ab wieviel Jahren man sich entscheiden muss. Kann man einem jungen Menschen bereits eine solche Frage zumuten? Wenn man jetzt nach einer Lösung sucht, bleibt für mich nur die Tatsache, dass es viel zu wenig Werbung und Aufklärung auf diesem Gebiet gibt. Würden mehr Menschen von der Organspende erfahren, bräuchte es womöglich keine Pflichten und Zwänge mehr. Jeder Interessierte könnte sich aus eigenen Stücken engagieren, und so würde womöglich auch ein größeres Bewusstsein zu diesem Thema entstehen. red

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