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Sich selbst zurücknehmen

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W arum sind wir Menschen so vernarrt darauf, an etwas zu glauben und an etwas festzuhalten? Warum brauchen wir etwas, was wir charakterisieren können, warum personifizieren wir alles? Geben allem einen Namen und harren darauf, alles zu verstehen und alles erklären zu können. Wir rennen weg, rennen weiter, immer schneller bis wir hinfallen. Wir versuchen aufzustehen, machen weiter oder scheitern. Und das Spiel geht von vorne los. Wir versprechen uns gegenseitig Dinge, die wir nicht halten können, nicht wollen, nicht müssen, nie vor hatten zu halten. Wir überschätzen uns und fallen wieder. Fallen hart. Wir tun uns gegenseitig weh, aber ignorieren es. Denn wir wollen es nicht sehen. Stattdessen versprechen wir uns gegenseitig, dass wir uns den Mond schenken, wenn die Sonne nicht mehr scheinen sollte. Reden uns ein, dass wir die Sterne lesen und ihre Geschichten erzählen können. Und wir wollen fliegen, hoch hinaus. Wir reden davon, aber wir wissen nicht wie. Immer wollen wir mehr, alles schneller, alles besser. Doch das wird es nicht. Das wird es nie sein. Denn wir können nicht so schnell rennen. Wir können nicht immer rennen, können nicht immer weg rennen. Denn wir können nicht alles erklären, können nicht leere Versprechen abgeben. Können uns nicht wieder und wieder gegenseitig und von uns selber enttäuschen lassen. Denn wir können nicht fliegen, wir können nur davon träumen. Und selbst das Träumen lässt uns fallen. Wenn wir wieder aufwachen sind es doch nur leere Versprechen, eine verlorene Flucht. Bis neulich, Eure BAte

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