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Silvesterbräuche Ob das Verspeisen von Weintrauben, das Tragen von roter Unterwäsche oder eine Münze in der Hand halten – jedes Land feiert anders ins neue Jahr

Skurrile Silvestertraditionen anderer Kulturen

Archivartikel

Raclette oder Fondue gefolgt von einem Glas Sekt, jeder Menge Fingerfood, Snacks und Süßigkeiten bis Mitternacht und dann weiter bis in die frühen Morgenstunden. Manche vertreiben sich den Abend mit Bleigießen, andere mit dem Klassiker „Dinner for One“ und wieder andere mit Gesellschaftsspielen. Zum Jahreswechsel erleuchtet das Feuerwerk den Himmel. Mit Böllern, Sekt und Champagner wird das neue Jahr begrüßt. So sieht ein typischer Silvesterabend bei uns in Deutschland aus. Doch wie wird Silvester in anderen Ländern gefeiert? In diesem Artikel erfahrt Ihr die zum Teil sehr skurrilen Traditionen anderer Kulturen.

Dem Glück auf die Sprünge helfen

In Spanien ist es beispielsweise Gang und Gäbe, kurz vor Mitternacht zwölf Weintrauben zu essen. Jede steht für einen Monat des vergangenen Jahres. Die letzte Traube wird um Punkt Mitternacht gegessen. Bei den Italienern ist Aberglaube angesagt: Schweinshaxe mit Linsen sowie rote Unterwäsche sollen einerseits Reichtum bringen und andererseits Glück und Erfolg (auch in der Liebe). Die nächste Tradition klingt ein wenig brutal, aber auch sehr amüsant. In Bulgarien schlägt man sich gegenseitig auf den Rücken. Das soll Glück für das neue Jahr bringen.

Mut gefordert

Den gefährlichsten Silvesterbrauch findet Ihr wohl in Japan. Dort werden am Neujahrsmorgen klebrige Reisklößchen namens Mochi gegessen – und das in Massen. Das gefährliche daran ist die Konsistenz der Klöße. Die äußerst klebrige Masse kann im Hals stecken bleiben und hat auch schon zu einigen Todesfällen geführt. In Portugal geht es ebenfalls skurril zu: indem Töpfe und Pfannen aufeinandergeschlagen werden, werden die Geister zum Neujahr vertrieben. Außerdem halten die Portugiesen um Punkt zwölf eine Münze in der Hand. Diese soll Glück und Geld im neuen Jahr bringen.

Je mehr Scherben, desto besser

Was bei uns eher am Polterabend bekannt ist, ist in Dänemark eine Silvestertradition. All denjenigen, denen man Glück für das neue Jahr wünschen möchte, wirft man Geschirr vor die Tür. Je mehr Geschirr – desto mehr Glück hat die Person. Eine weitere lustige Tradition der Dänen ist es um Mitternacht von einem Stuhl zu springen. In Russland kommt am 31. Januar Väterchen Frost mit seiner Begleitung Snegurotschka und bringt Geschenke. Danach wird dann zehn Tage lang das Neujahrsfest zelebriert. Während dieser Zeit wird weder gearbeitet noch zur Schule gegangen.

Die Liste könnte noch endlos weitergehen. Die Welt hat viele verschiedene Silvestertraditionen zu bieten. Vielleicht gefällt jemandem ein Brauch ja so gut, dass er ihn selbst mal testen möchte. Antje Heitland

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