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Au Pair Vor allem Mädchen nutzen nach dem Schulabschluss gerne die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts in einer Gastfamilie – was gibt es dabei zu beachten?

Sorgfältige Planung ist das A und O

Archivartikel

Sofort ein Studium beginnen oder eine Ausbildung starten? Das kommt für viele Abiturienten nicht in Frage. Sie gönnen sich erst einmal ein Jahr Auszeit – viele von ihnen im Ausland. Und die Möglichkeiten in diesem Bereich sind vielfältig. Von Work and Travel über einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern bis hin zu einem Au-Pair-Aufenthalt ist alles möglich.

Vor allem bei Mädchen wird letztere Möglichkeit immer beliebter. Schließlich lernt man als Au Pair in einer Gastfamilie die Kultur und Sprache eines anderen Landes kennen und verfügt gleichzeitig über ein regelmäßiges finanzielles Einkommen. Zudem wird man selbstständiger und kann gegebenenfalls zukünftige Arbeitgeber mit seiner Auslandserfahrung für sich begeistern.

Trotzdem sollten auch kritische Aspekte, die mit einem Au-Pair-Job einhergehen, nicht außer Acht gelassen werden. So muss man seine eigenen Pläne zum Beispiel immer vom Tagesablauf der Familie abhängig machen. Vor allem sollte man sich aber ehrlich die Frage beantworten, ob der Umgang mit Kindern wirklich das richtige für einen ist. Doch wie wird man letztendlich Au Pair? Und was ist bei der Planung eines Auslandaufenthaltes zu beachten?

1. Agentur oder eigenständige Organisation

Zuerst sollte man sich entscheiden, ob man das Abenteuer „Au Pair“ alleine oder mit einer Organisation in Angriff nehmen möchte. Einerseits ist es natürlich möglich, sich auf einer Internetseite wie www.aupairworld.com zu registrieren und dort eigenständig auf die Suche nach einer Gastfamilie zu gehen.

Plant man seinen Auslandsaufenthalt jedoch mithilfe einer Agentur wie „AIFS“ oder „IST“, erhält man zusätzlich Unterstützung bei Themen wie der Visumbeantragung oder der Erstellung eines Bankkontos. Außerdem sind in der Regel sowohl im Heimat- als auch im Ausland Ansprechpartner der Organisationen vor Ort. Es gibt aber auch Kritiker, die der Meinung sind, die Preise einiger Organisationen seien, gemessen an deren Leistungen, zu hoch.

2. Länderwahl und Zeitraum

Falls nicht schon von vornherein ein Traumziel feststand, sollte nun das Zielland bestimmt werden. Hier kann man sich unter anderem folgende Fragen stellen: Welche Sprachen kann ich bereits und welche möchte ich lernen? Soll die Möglichkeit bestehen, zum Beispiel in den Ferien nach Hause zu fliegen?

Außerdem sollte man sich über die Länge seines Aufenthalts klar werden. Auch hier gilt es, einige Fragen zu beachten. Möchte ich nach meinem Au-Pair-Aufenthalt noch reisen? Welche Verpflichtungen habe ich zu Hause? Wann muss ich mich für ein Studium bewerben?

3. Bewerbung

Je nach Organisation beziehungsweise Internetseite und Zielland müssen unterschiedliche Bewerbungsunterlagen eingereicht werden. Dazu können unter anderem ein „Dear Host Family Letter“ oder ein Video, in dem man sich potenziellen Gastfamilien vorstellt, ein polizeiliches Führungszeugnis sowie der Nachweis von Kinderbetreuungsstunden gehören.

Sind die Bewerbungsunterlagen vollständig, kann man sein Profil auf der Internetseite bereits freischalten. Plant man seinen Au-Pair-Aufenthalt im Rahmen einer Organisation, muss zuvor meist noch ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der jeweiligen Vermittlungsagentur geführt werden.

4. Familiensuche

Sobald das Profil freigeschaltet ist, können sich Familien dann bei einem melden. Bevor sich Gastfamilie und Au Pair endgültig füreinander entscheiden, wird meist noch ein Skype-Gespräch geführt, um sich kennenzulernen. Steht alles fest, müssen nur noch Flüge gebucht, Koffer gepackt und gegebenenfalls ein Visum beantragt werden. Und dann geht los nach Kanada, Australien, Neuseeland ... Laura Kress

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