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Teuer, laut und gefährlich

Archivartikel

Motorradfahren ist keine körperliche Aktivität, man hat keinen Mehrwert davon und es schluckt viel Geld. Dazu kommt noch, dass Anwohner von Städten oder Dörfern, die an beliebten Motorradstrecken liegen, den ganzen Tag über die Fenster theoretisch geschlossen lassen müssen, um nicht vom Lärm belästigt zu werden. Die Maschinen sind meist trotz der Tempobeschränkung so laut, dass es unmöglich ist, sich entspannt in den Garten oder auf die Terrasse zu legen.

Oftmals liegt das Problem aber nicht nur am Gefährt selbst, sondern auch am Fahrer. Dieser kann nämlich auch bewusst lauter als nötig fahren, indem er mit einer sehr hohen Drehzahl in einem möglichst niedrigen Gang fährt und unnötig schnell beschleunigt, da ihm dieses Geräusch womöglich zusagt. Zudem kostet diese ganze Fahrerei nur unnötig Geld. Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem aber vor allem bei den Fahrern selbst. Neben der entstehenden Ge- räuschkulisse, die, wie bereits erwähnt oftmals eindämmbar wäre, ist Motorradfahren für die Fahrer, aber auch für Passanten gefährlich. Hierbei geht es nicht um Fahrer, die ihre Maschinen unter Kontrolle haben und sich an die allgemeine Verkehrsordnung halten.

Es geht um diese, die ihr Motorrad als eine Art Machtsymbol benutzen und es für nötig halten, in jeder Situation so laut wie möglich zu sein oder gefährliche Fahrmanöver durchführen. Diese gefährden somit nicht nur sich, was schon schlimm genug ist. Sie gefährden zeitgleich auch andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger, die bei einem Kontrollverlust vom Fahrzeug erfasst werden können. Marco Mautry

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