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Reisebericht Teil zwei Wie ich länger mit meinem Geld während einer Weltreise klarkomme / Fortsetzung von der Ausgabe vom 20. Januar

Tipps für das Abenteuer Südostasien

Archivartikel

Seit zwölf Wochen bin ich in ganz Südostasien unterwegs und genieße das Leben und die vielen verschiedenen Kulturen. In diesem zweiten Artikel werde ich dir einen Einblick in meine persönlichen Finanzen und Tipps mit auf den Weg geben.

Wie viel Geld du wirklich brauchst

Ich werde hier ganz ehrlich über Zahlen sprechen, da ich finde, dass dieses Thema viel zu wenig angesprochen wird. Mein Startbudget waren ganze 3500 Euro. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht denkst du, das ist wenig, für eine Reise, die mehrere Monate andauern soll. Die Antwort ist: Es kommt auf deinen Lebensstil an. Je nachdem, wie viel du shoppen gehst, teuer essen gehst oder du ausschließlich in Hotels schläfst, kann es teurer oder günstiger sein. Meine Prioritäten liegen vor allem auf dem Sehen von vielen wunderschönen Landschaften, neuen Kulturen und das Kennenlernen von Leuten. Mir ist es dabei nicht sehr wichtig, ob ich ein Einzelzimmer habe oder viel Geld für meinen Konsum ausgebe.

Ich reise nur mit einem Rucksack, in dem alles ist, was ich zum Leben hier brauche. Außerdem schlafe ich meistens in Hostels in einem Mehrbettzimmer. Das ist sehr günstig und man lernt schnell andere Reisende kennen. Es gibt nämlich tausende andere junge Menschen, die sich für eine Weile für den Lebensstil eines Backpackers entscheiden. Etliche reisen zu zweit oder in einer Gruppe, aber mindestens genauso viele ziehen alleine los. Trau dich einfach und du wirst überrascht sein, wie viele interessante Menschen du jeden Tag kennenlernen wirst.

Da ich nur mit kleinem Gepäck reise und bescheiden bin, was meine Unterkünfte et cetera angeht, habe ich mir ein Tagesbudget von 20 Euro gesetzt. In manchen Ländern ist das einfacher und in manchen Ländern oder Städten halte ich diesen Tagessatz nicht immer ein. Die Tagesausgaben setzten sich bei mir aus Unterkunft, Essen, Fortbewegung und Konsum zusammen. Für die Hostels gebe ich im Schnitt fünf Euro pro Nacht aus. Für Essen am Tag um die zehn Euro, und bei den Fortbewegungsmitteln kommt es auf die Entfernung an und variiert immer. Viel Kleidung und Souvenirs kann ich mir auch nicht kaufen, da ich einfach keinen Platz habe, um sie zu transportieren.

Du merkst jetzt vielleicht, dass man vor allem in Asien nicht viel Geld zum Leben braucht, weil der Lebensstandard hier sehr niedrig ist. Es gibt viele Apps, die dir helfen, schönste und günstigste Unterkünfte zu finden oder die dir den Transport erleichtern. Schau dich einfach mal in deinem Appstore oder auf YouTube um. Dort halten viele Reisende ihren Alltag fest und geben hilfreiche Tipps.

Such dir auf Reisen einen Job

Ein weiterer Tipp ist, auf Reisen eine Arbeit zu finden oder Freiwilligenarbeit zu machen. Viele Hostels, NGOs, Privatpersonen oder Bauernhöfe brauchen Unterstützung bei den alltäglichen Aufgaben. Meistens kannst du gegen Kost und Logi vor Ort leben, während du für einige Stunden am Tag deine Hilfe anbietest. Auch hierfür gibt es einige Apps, die sehr hilfreich sind.

Trau dich – es lohnt sich

Man muss kein Millionär sein, um eine längere Reise in die Ferne zu machen. Auch Schüler und Studenten mit wenig Geld, können diese Chance ergreifen. Es kommt lediglich darauf an, wo deine Prioritäten liegen. Und wie bereits erwähnt, sind die Lebenshaltungskosten in Südostasien wesentlich geringer als in Deutschland.

Vielleicht habe ich ja dein Interesse geweckt und du hast Lust bekommen, noch mehr in das Thema Reisen einzutauchen. Es wird sich in jedem Fall lohnen. Yara Völker

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