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Handball-WM Vom 10. bis 27. Januar wird in Deutschland und Dänemark die 26. Handball-Weltmeisterschaft der Männer ausgetragen

Tore, Spannung, Emotionen

Seit Donnerstag läuft die 26. Handball-Weltmeisterschaft der Männer. Dieses Jahr wird das Turnier zum ersten Mal in der 81-jährigen WM-Geschichte von zwei Ländern ausgerichtet. Deutschland und Dänemark teilen sich die Gastgeberrolle. Die Handballverbände der beiden Länder setzten sich gegen ihre Mitbewerber Ungarn, Polen, Norwegen, Schweden sowie die Slowakei durch.

Deutschland war bereits 1938, 1961, 1982 und 2007 Gastgeber, die Weltmeisterschaften 1958 und 1974 wurden in der ehemaligen DDR ausgetragen. Dänemark richtete bis jetzt nur 1978 den Wettkampf aus.

Spiele: Sechs Spielorte stehen für das Turnier zur Verfügung – Berlin, Köln, München, Hamburg, Kopenhagen und Herning. Insgesamt tragen vier Vorrundengruppen mit je sechs Teams ihre Wettkämpfe aus. Die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft werden in Berlin ausgetragen. Die drei besten Teams ziehen in die Hauptrunde ein. Dabei behalten sie ihre Punkte und Torverhältnisse aus der Vorrunde. Die Hauptrunde der Deutschen, sollten sie es so weit schaffen, kann man sich als Zuschauer in Köln anschauen. Die andere Hauptrundengruppe trifft in Herning aufeinander. Im Gegensatz zur letzten Weltmeisterschaft gibt es dieses Mal keine K.-o.- Spiele. Aus den beiden Hauptrundengruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften die Halbfinals. Diese werden in Hamburg ausgetragen. Am 27. Januar wird in Herning dann der Weltmeister ermittelt.

Favoriten: Deutschland konnte den Weltmeistertitel 1938, 1978 und 2007 erringen, der zweite Gastgeber Dänemark konnte sich bis jetzt noch nie Weltmeister nennen. Der amtierende Weltmeister Frankreich zählt auch in diesem Turnier zusammen mit dem vierfachen Weltmeister Schweden und Olympiasieger Dänemark zu den Topfavoriten. Der Sieger des Turniers qualifiziert sich direkt für die Olympischen Sommerspiele 2020 in der japanischen Hauptstadt Tokio. President’s Cup: Beim President’s Cup spielen die Teams, die die Hauptrunde nicht erreicht haben, um die Plätze 13 bis 24. Der Cup wird am 19. und 20. Januar in Köln und Kopenhagen ausgetragen. Um die Plätze 13 bis 16 spielen die Gruppenvierten. Die Fünftplatzierten spielen die Plätze 17 bis 20 aus. Die letzten drei Platzierungen teilen sich unter den Gruppenletzten auf. Alle Spiele werden im K.-o.-Modus bewältigt. Bei einem Unentschieden entscheidet also das Sieben-Meter-Werfen. Deutsche Mannschaft: Die Startformation unterscheidet sich zwar nicht sehr von der bei der EM 2018, jedoch elementar. Bei der Europameisterschaft hatte Trainer Christian Prokop Abwehrchef Finn Lemke noch aus dem Kader genommen. Dadurch wurde die Abwehr geschwächt, das Teams war sichtlich unruhig und flog in der Hauptrunde raus. Bei den Testspielen wurde jetzt erkennbar, dass sich das Team nicht mehr auf ein sehr schnelles Umschaltspiel, sondern eher auf eine starke Defensive rund um Hendrik Pekeler und den wieder eingesetzten Lemke konzentrieren will. Kapitän Uwe Gensheimer von Paris Saint-Germain ist der einzige deutsche Spieler, der im Ausland spielt. Mit fast 2000 Toren aus 341 Spielen belegt er Platz neun der ewigen Torschützenliste der Handball-Bundesliga. Übertragung: Die Handball-WM wird zumindest von deutscher Seite aus komplett live im Free-TV auf ARD und ZDF zu sehen sein. Das ZDF überträgt auch ohne eventuelle deutsche Beteiligung das Finale. Eurosport zeigt dank Sublizenz 15 weitere Partien, die nicht mit deutscher Mannschaft stattfinden. Im Internet können alle Spiele auf sportdeutschland.tv angeschaut werden. Heute Abend um 18 Uhr trifft Deutschland im Turnier auf Russland, morgen auf die französische Mannschaft und am Donnerstag im letzten Vorrundenspiel auf Serbien. Alisa Kavelj

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