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Studienbeginn Von hilfreichen Informationen und jeder Menge Plastikmüll

Umweltschutz und Ersti-Tüten – geht das?

Ersti sein, alles neu kennenlernen und vor allem eins: ganz viele Informationen. Informationen, die nicht nur zur Uni oder dem Studium gehören. Nein, auch Firmen und lokale Unternehmen nutzen die Chance, um neue, junge Kunden zu gewinnen. Dazu produzieren sie Unmengen an Werbematerial, wie allgemeine Flyer oder Gutscheine, um die Leute anzulocken. Und wie wird das Ganze an die neuen Studenten gegeben? In Form von Ersti-Tüten.

Jedes Jahr teilen Fachschaften oder der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) diese Tüten oder – im Rahmen des umweltbewussten Handelns – Stofftaschen an alle Erstsemester aus. Aber wie passt das zusammen? Die Forderung nach mehr Umweltschutz, die vor allem junge Menschen stellen und die Verschwendung von Ressourcen für Flyer und Werbematerial, das man in 99 Prozent der Fälle nicht gebrauchen kann? Konsequenterweise müsste man als umweltbewusster Mensch diese Taschen ablehnen – zum Wohl der Natur.

Nur Nützliches sollte in die Tasche

Ich plädiere für eine angepasste Tasche für umweltbewusste Studenten. Mit einem Starterkit für das Studium, das man auch wirklich gebrauchen kann. Denn – sind wir mal ehrlich – kleine Probierflaschen für eine neue Limo sind cool, aber wisst ihr, wie viel unnötiger Plastikmüll das ist? Würden sich die Firmen wirklich bemühen, könnten sie zum Unistart coole Aktionen planen. Denn an solche Events würde man sich länger erinnern als an 90 Milliliter Probierlimonade.

Aber wieso nimmt man die Taschen trotzdem gerne an? Weil man sonst nicht weiß, was man verpasst. Freikarten für Partys finden sich darin und auch – versteckt zwischen der überflüssigen Werbung – gibt es interessante Informationen, welche Vorteile so ein Studentenleben mit sich bringt. Cara Metzner

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