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Erfahrungsbericht Über das neue Sicherheitskonzept der Weinlagenwanderung wurde viel diskutiert – in der Praxis hat es sich bewährt

Und auch das Wetter spielte mit

Archivartikel

Nicht nur der Regen hatte die Freude über die Weinlagenwanderung des vergangenen Jahres getrübt. Auch große Mengen an in den Weinbergen zurückgelassenem Müll und aggressives Verhalten stark alkoholisierter Wanderer hatten vor allem auf Seiten der Veranstalter für Ärger gesorgt.

Das sollte sich dieses Jahr ändern – und zwar durch ein neues Sicherheitskonzept, welches eine erhöhte Anzahl an Toiletten, Mülleimern und den Einsatz von Securitykräften beinhaltete. Aber griff das neue Konzept tatsächlich? Rückte der ursprüngliche Sinn der Weinlagenwanderung wieder in den Fokus?

Eine weitgehend positive Bilanz lässt sich zumindest hinsichtlich des Müllproblems ziehen. So waren am Wegesrand auffällig viele Behälter aufgestellt worden, in denen Wanderer Flaschen und Becher entsorgen konnten. Zusätzlich war dieses Jahr ein Pfandsystem eingeführt worden. Kaufte man eine Flasche, musste man einen zusätzlichen Euro zahlen, den man bei Rückgabe des Leerguts und einer grünen Pfandmarke wieder zurückgezahlt bekam.

Eine Erhöhung der Anzahl der Toilettenhäuschen war hingegen nicht festzustellen. So bildeten sich auch dieses Jahr wieder lange Schlangen vor den Toiletten, weshalb manche den Gang ins Gebüsch bevorzugten.

Insgesamt positive Atmosphäre

Alkoholkontrollen, deren Ankündigung im Voraus große Wellen geschlagen hatte, fanden zwar an einigen Knotenpunkten des Wanderweges statt, machten die Mitnahme eigener alkoholischer Getränke jedoch nicht unmöglich. Diese eher laschen Kontrollen waren wohl vor allem der großen Anzahl der Wanderer geschuldet. Zudem ließen sich wie auf den meisten anderen Großveranstaltungen vereinzelte Ausschreitungen und Schlägereien nicht verhindern. Durch Securitykräfte konnten diese aber wieder schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Das neue Sicherheitskonzept und eine höhere Sensibilisierung der Besucher bezüglich des Mülls sorgten also für eine insgesamt positive Atmosphäre auf der Weinlagenwanderung. Und auch das Wetter spielte dieses Jahr mit! Laura Kress

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