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Kritik BAnane-Mitarbeiterin Cara vergleicht den Erfolgsroman After Passion mit seiner Verfilmung

Unterhaltung für den nächsten Mädelsabend

Seit dem 11. April hat das Warten ein Ende. Die Verfilmung von Anna Todds Erfolgsroman After Passion läuft endlich in unseren Kinos. Und jetzt mache ich das Übliche: Ich vergleiche Buch und Film.

Die Geschichte ist im Grunde dem Buch sehr nah. Tessa kommt neu ans College. Sie ist ein braves Mädchen, lernt immer fleißig, geht nicht auf Partys und hat einen perfekten Freund. Und dann lernt sie den Bad Boy Hardin Scott kennen. Durch ihn entdeckt sie, dass es noch so viel mehr gibt. Sie verliebt sich, gibt sich ihm hin und überwirft sich seinetwegen sogar mit ihrer Mutter. Aber natürlich ist nicht alles so einfach. Hardin hat Geheimnisse. Und manche davon können alles zerstören.

Die Story ist sehr schön umgesetzt. Josephine Langford passt perfekt in die Rolle der Tessa. Kostüm, Make-up und ihre Performance sind ideal zu Tessas Person abgestimmt. Hero Fennes Tiffin mimt den düsteren Bad Boy auch überzeugend. Ja, eine etwas harmlosere Version, aber diese funktioniert im Film. Für meinen Geschmack hätte er aber noch düsterer sein können.

Beziehungen teils oberflächlicher als im Buch dargestellt

Als Paar harmonieren die beiden und die Anziehungskraft kann überzeugen. Trotzdem ging mir alles ein wenig zu schnell. Tessa lässt sich viel zu einfach auf Hardin ein und er stößt sie zu wenig von sich weg. In den Büchern ist die Verbindung der beiden viel komplizierter, aber auch tiefer. Ähnlich ist es auch mit der Freundschaft zwischen Landon und Tessa. Die Freundschaft ist zwar erkennbar, wirkt aber etwas oberflächlich. Die beiden bekommen leider kaum Szenen miteinander und diese sind eher kurz gehalten. Ich hoffe, in einer Fortsetzung sehen wir davon mehr.

Genauso ist es allgemein mit Emotionen. Die Bücher sind aufgeladen mit Spannungen und sehr starken Emotionen, wie Wut, Liebe und Trauer. Im Film haben wir Elemente davon, sie sind aber viel schwächer, was den Film etwas an Tiefe gegenüber den Büchern verlieren lässt.

Film ein Muss für Fans der Reihe

Für alle Fans der Bücher ist der Film irgendwie trotzdem ein Muss. Er ist nicht so gut wie die Bücher, funktioniert aber in seinem Ganzen. An manchen Stellen ist er unfreiwillig komisch und man muss sich an unpassenden Stellen das Lachen verkneifen, das tut dem Unterhaltungswert aber keinen Abbruch. Auch Leuten, die die Bücher nicht kennen, wird der Film gefallen, wenn sie auf Liebesfilme stehen. Ein guter Film für einen entspannten Mädelsabend, bei dem man keine hochtrabenden Kunstfilme, sondern einfach nur etwas leichte Unterhaltung haben möchte. Cara Metzner

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