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Interview II Nachfrage an Katzen während der Pandemie gestiegen / Mit Verzögerung könnten zu einem späteren Zeitpunkt wieder mehr Tiere abgegeben werden

„Vermittlungen finden wie gewohnt statt“

Archivartikel

Die Befürchtung, dass Tierheime während der Corona-Pandemie Probleme bekommen, ist klein ausgefallen. Es kam der Gedanke auf, dass mehr Tiere abgegeben werden, doch auch dies war nicht der Fall. Mittlerweile werden sogar wieder Tiere vermittelt und die Nachfrage ist gestiegen, weil viele Leute den Wunsch haben, ein Tier aufzunehmen. Jedoch werden Spendeneinnahmen wahrscheinlich weniger, weil geplante Vereinsfeste oder Tage der offenen Türen ausbleiben. So ähnlich ist die Situation auch im Tierheim in Heppenheim. Um einen genaueren Einblick zu bekommen, hat die BAnane-Jugendredaktion ein Interview mit der Ersten Vorsitzenden, Katrin Hassanin, geführt, um zu erfahren, wie die Situation in Tierheimen, während Corona ist.

Wie findet die Vermittlung von Tieren während der Corona-Pandemie statt?

Katrin Hassanin: Zunächst werden Termine vergeben, so dass wir eine Übersicht haben, wie viele Besucher es momentan sind und wie viele noch zugelassen sind. Zudem sind die Hygienevorschriften einzuhalten, wie das Tragen einer Maske oder das Desinfizieren der Hände. Sonst findet das Vermitteln wie gewohnt statt. Die Leute nehmen dies auch gut an und halten sich an die Vorschriften.

Wurden mehr Tiere in der Corona-Zeit abgegeben oder vielleicht sogar mehr vermittelt?

Hassanin: Während dieser Zeit ist die Zahl eher konstant geblieben, und die Vermittlungen fanden wie gewohnt im ungefähr selben Ausmaß statt. Die Nachfrage nach Katzen ist in dieser Zeit jedoch mehr geworden, die Vermittlung aber nicht. Bei Züchtern ist die Nachfrage deutlich gestiegen, es könnte also sein, dass sich das Ganze noch etwas verzögert und erst in ein paar Monaten mehr Tiere als sonst abgegeben werden.

Sind die Spendeneinnahmen in den vergangenen Monaten mehr geworden?

Hassanin: Bis jetzt ist noch keine Auswertung da, wahrscheinlich sind die Spendeneinnahmen insofern gleichgeblieben. Jedoch sind andere Einnahmen weggeblieben, wie zum Beispiel durch Veranstaltungen, etwa der Ostermarkt. Erfreulich war aber, dass es extra Corona-Spenden gab, die dem Tierheim geholfen haben.

Können sich Tiere am Corons-Virus anstecken?

Hassanin: Prinzipiell ja, ist hier jedoch zum Glück noch nicht passiert.

Wie fanden ehrenamtliche Arbeiten statt?

Hassanin: Zu Beginn des Lockdowns mussten diese Arbeiten erst mal eingestellt werden. Mit der Zeit haben sich dann die Auflagen gelockert und auch die Arbeiten konnten wieder wie gewohnt getätigt werden. Gassi-Gänger müssen sich jedoch immer noch anmelden, und wie in öffentlichen Stätten, Anschrift, Telefon und anderes angeben.

Tierheime, wie das in Heppenheim, haben in der Corona-Zeit zwar mehr zu tun gehabt, weil Ehrenamtliche nicht wie gewohnt mitanpacken konnten und dadurch Hilfe von außen fehlte, jedoch haben diese es sehr gut überstanden. Und durch die Lockerungen ist so einiges wieder zur Normalität zurückgekehrt. Svenja Thomas

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