Bananeweb

Von Läusen und Käfern

Nein, keine Sorge, es folgt keine neue Staffel des Dschungelcamps – es geht um eine alltägliche Frage, die uns Frauen noch mehr betrifft als das männliche Geschlecht. Fans von Raclette und Co. kennen den verdächtigen roten Rand an der Käsescheibe. Kann passieren, dass die schöne rote Farbe aus zerquetschten Läusen entsteht. Lecker. Ähnlich verhält es sich mit der Farbe von roten Getränken: „Echtes Karmin“ bedeutet ebenfalls tote Laus. Natürlich, aber eklig. Von Lipgloss und Lippenstiften, die wir Mädels uns auf die Lippen auftragen und die ihr Jungs bei jedem Kuss mitnehmt, gar nicht zu reden. Rot ist eine Signalfarbe, sie steht für Gefahr. Feuer, Feuerlöscher, Feuerwehr. Rot ist eine Warn-, eine Verbotsfarbe. Rote Ampeln und Stoppschilder halten uns auf. Wenn wir Rot sehen, ist es eigentlich schon zu spät. Kein Grün, kein Blau und kein Gelb der Welt entfalten ähnliche Emotionen wie Rot. „Rot, rot, rot sind alle meine Kleider“ ist eine Fashion-Utopie. Und dann gibt es Leute wie mich, die mit einem feuerroten Haarschopf geboren werden. Manche körperlichen Merkmale, darunter die Statur, die Haut- und Haarfarbe, die Nase, Pigmentflecken, all diese Dinge, für die wir nichts können, werden – oft ungewollt – Teil unserer Persönlichkeit. „Die kleine Blonde“, „Der mit der großen Nase“ und „Der Feuerlöscher“ sind für Klassenkameraden oder Sportfreunde genauere Beschreibungen als „Marie“, denn so heißen drei Mädchen im Team. Wehren können wir uns dagegen nicht. Selbst wenn wir vor versammelter Mannschaft einen Käfer herunterschlucken würden, blieben unsere Beinamen bestehen. Wir können nur lernen, damit umzugehen und uns selbst treu zu bleiben – egal, wie wir aussehen. Bis neulich, Eure BAte

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel